Band 7 „UMWELT – Probleme der Menschheit

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Buchauszüge

2.18 – Herstellung der Jeans

Die Bekleidungsindustrie erzeugt mehr Kohlendioxid ((CO)) als die Schifffahrt und der Flugverkehr zusammen. Für die Herstellung der beliebten Blue Jeans (0,8 Kg schwer) braucht man 8.000 Liter Wasser; das verbraucht jeder Deutsche (Trinkwasser, Duschen, Toilettenspülung usw.) in etwa drei Monaten, wobei die USA den doppelten Wasserverbrauch haben. Etwa 50 % des Wasserverbrauchs für Kleidung (1 Kg/10.000 Liter) benötigt allein die Herstellung von Baumwollstoff. Zum Vergleich: Um 1 kg Rindfleisch zu erzeugen, braucht man 15.000 Liter Wasser. Die Herstellung der Blue Jeans ist ein gutes Beispiel, wie unverantwortlich der Mensch mit seinen Ressourcen und der Umwelt umgeht, wobei nur eine Herstellungsregion „Xintang“ in China betrachtet wird. In dieser Region werden jährlich über 300 Millionen Blue Jeans gefertigt. Wie die Arbeiter und die Umwelt unter den entstehenden giftigen Dämpfen und Abwässern leiden, wird hier nicht beschrieben. Dabei wird nur die Ressource Frischwasser betrachtet. Für die Herstellung der 300 Mill. Blue Jeans braucht die Region „Xintang in China“ monatlich das Wasservolumen von 200 Mill. M³, das entspricht dem Wasservermögen der Edertalsperre. Deshalb wird empfohlen, beim Kauf von Baumwolle auf das Fairtrade Label zu achten. Heute werden von europäischen Jeans-Herstellern bereits die Nachbehandlungen ohne Wasser (Laser) durchgeführt. Des Weiteren wird das Garn ohne Chemikalien gefärbt, und das Abwasser kann somit ökonomisch und umweltfreundlich verwendet werden. Hier werden bei der Herstellung der Baumwolle biologische Pflanzenschutzmittel verwendet und der Wasserverbrauch um etwa 75 % drastisch reduziert.

2.18 a – Transport der Jeans von China nach Europa

Von den Containerschiffen, die nur Deutschland im Jahr 2018 anfuhren, wurden 760 Millionen Tonnen CO2 erzeugt (gesamt Europa fünfmal so viel), so viel wie alle Kohlekraftwerke in Deutschland. Die Anzahl der Containerschiffe, die Deutschland anfahren steigt, jährlich um 5 %-. Das Schlimmste jedoch ist, fast alle großen Handelsschiffe fahren mit einem Abfallprodukt der Raffinerien, dem Schweröl. Neben Kohlendioxid (CO2) erzeugen sie enorme Abgase an Stickoxiden, Schwefeldioxiden sowie die gefährlichen Rußpartikel. Über die Luftverschmutzung kann jeder Bewohner einer Hafenstadt berichten, weil die angedockten Schiffe für die Stromversorgung ihre Motoren laufen lassen müssen.

Das Fassungsvermögen von 200 Mill. m³ gestautem Wasser der Edertalsperre in Hessen wird von der chinesischen Stadt Xintang monatlich gebraucht, um nur ihre hergestellten Blue Jeans zu waschen, dazu kommt noch das verseuchte Abwasser als größte Umweltkatastrophe.

3.5 Benziner-Direkteinspritzung (TDI) (Quelle: www.empa.ch)

Schweitzer Forscher (Empa) haben moderne Benziner mit Direkteinspritzung im Jahr 2017 auf Schadstoffe untersucht. Die Empa ist ein Forschungsinstitut in der Schweiz. Sie hat die Direkteinspritzer von folgenden Firmen untersucht: Mitsubishi (Euro-3), VW Golf (Euro-4 + 6), Volvo (Euro-5), Opel (Euro-5), Citroen (Euro[1]6). Im Vergleich zum Benziner mit Direkteinspritzung wurde ein Peugeot Diesel (Euro-5) untersucht. Die Empa ermittelte, dass der Diesel am saubersten war und die getesteten Benziner bis zu 10- / 100-mal mehr feine Rußpartikel ausstoßen. Das ist bis 15-mal mehr, als ein Diesel vor 15 Jahren. Das Fazit der Schweitzer Forscher ist, es muss umgehend auch für Benziner der Partikelfilter gesetzlich verankert werden.

Dazu kommt noch das krebserregende Benzo(a)pyren, dass bei Zigarettenrauchern für den Lungenkrebs verantwortlich ist. Bei den getesteten Benzinern, gegenüber dem getesteten Diesel, liegt der Ausstoß bis zu 1.700-fach über dem Grenzwert.

Genotoxisches Potential von GDI Abgasen (ngTEQ/m³, cWLTC)

Peugeot 4008 Diesel 1,6L Euro-5 mit Partikelfilter     45x

Opel Zafira 1.6L Euro-5                                                270x

VW Golf VII 1.4L Euro-6                                                290x

Volvo V60 1.6L Euro-5                                                  300x

Citroen C4 1.2L Euro-6                                                 380x

Opel Insignia 1.6L Euro-5                                             1.000x

VW Golf 1.4L Euro-4                                                     1.200x

Mitsubishi Carisma 1.8L Euro-3                                   1.700x

Schlusswort

Als Schlusswort zum Thema „Umwelt“ möchten wir Auszüge aus der Rede des Häuptlings Seattle zugrunde legen, die er im Jahr 1855 an den 14. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Franklin Pierce, hielt. Dieser machte den Duwamish das Angebot, ihr Land weißen Siedlern zu verkaufen; sie selbst sollten in ein Reservat umziehen. 

  • Wir sind ein Teil der Erde und sie ist ein Teil von uns. Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern –
  • Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen – oder die Wärme der Erde –
  • Wir erfreuen uns an diesen Wäldern. Ich weiß nicht – unsere Art ist anders als die Eure –
  • Die Flüsse sind unsere Brüder – sie stillen unseren Durst. Wenn wir unser Land verkaufen, so müsst Ihr Euch daran erinnern und Eure Kinder lehren: Die Flüsse sind unsere Brüder –
  • Wir wissen, dass der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Ein Teil des Landes ist ihm gleich jedem anderen, denn er ist ein Fremder, der kommt in der Nacht und nimmt von der Erde, was immer er braucht. Die Erde ist sein Bruder nicht, sondern Feind, und wenn er sie erobert hat, schreitet er weiter –
  • Er stiehlt die Erde von seinen Kindern und kümmert sich nicht –
  • Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen –
  • Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als eine Wüste –
  • Die Luft ist kostbar für den roten Mann – denn alle Dinge teilen denselben Atem- das Tier, der Baum, der Mensch – sie alle teilen denselben Atem. Der weiße Mann scheint die Luft, die er atmet, nicht zu bemerken; wie ein Mann, der seit vielen Tagen stirbt, ist er abgestumpft gegen Gestank –
  • Der weiße Mann muss die Tiere des Landes behandeln wie seine Brüder –
  • Was ist der Mensch ohne Tiere? Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an Einsamkeit des Geistes. Was immer den Tieren geschieht – geschieht bald auch den Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden –
  • Der Mensch schuf nicht das Gewebe des Lebens, er ist darin nur eine Faser. Was immer Ihr dem Gewebe antut, das tut Ihr Euch selber an –
  • Der weiße Mann, vorübergehend im Besitz der Macht, glaubt, er sei schon Gott, dem die Erde gehört. Wie kann ein Mensch seine Mutter besitzen? –

Die ganze Rede kann im Buch „Wir sind ein Teil der Erde“, erschienen im Patmos-Verlag sowie im Walter-Verlag nachgelesen werden. Aus diesen Büchern stammen die Auszüge.