Band 6 „ÄGYPTOMANIE II“, Buchdruck etwa März 2021.

ISBN 978-3-982161181 – ARNOLD LAMM

1. Ausgabe 2021 – 224 Seiten, Kosten: EUR 32,50 und wird kostenlos versichert mit Hermes verschickt.        

VORWORT

Diese Biografie entstand, in Gedenken an Hans († 2014), der mich im beruflichen und privatem Leben begleitete und an Esmatt († 2016), unserem langjährigen Fahrer in Ägypten, der in der Libyschen Wüste mein Leben rettete.

Ferner ist das Buch als Brief an die Jugendlichen im Verein gerichtet. Oftmals werden bei Diskussionen die Informationen aus dem Internet als Argumentation vorgebracht. Wurden diese widerlegt, kommt oft die Antwort: „Der Beweis steht im Internet“. Deshalb ist diese Biografie mit all meinen negativen und positiven Erlebnissen entstanden und soll als Motivation dienen, nachzuforschen. Erst einmal gestartet, wurde die Recherche meiner Lebensabschnitte immer weiter intensiviert. Nach der Nachkriegs- und Berufsphase packte mich das Ägyptomanie-Fieber. Das Weihnachtsgeschenk 1978 von meinen Kindern (Kunst- und Reiseführer „ÄGYPTEN“) von der berühmten Ägyptologin Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut (†), entfesselte in mir solch eine Begeisterung von der antiken ägyptischen Kultur, die bis heute anhält. Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut (†) hat später über meine Pyramiden-Bücher (Band 1 & 2) eine Rezension geschrieben. Ein Satz aus dieser über meine Bücher und Bauzeichnungen sei kurz erwähnt:

 „Außer ihrem Werk gibt es kein vergleichbares Handbuch, das unter den verschiedensten Gesichtspunkten einen Überblick über den ägyptischen Pyramidenbau bietet.“

In den 80er Jahren gründeten Gleichgesinnte einen Verein (Hobby-Ägyptologen e. V.). Wir fuhren über 30 Jahre lang, ein bis dreimal jährlich nach Ägypten, Sudan, Israel und Jordanien, zwecks Erforschung der Bauwerke, Steinbrüche und Kupferminen. Durch Vermessungen der Bauwerke, Steinbrüche und Nekropolen sowie der Erstellung der dazugehörigen Bauaufnahmen und Bauzeichnungen (über 300) wurden die baulichen Situationen erfasst und mittels Bücher archiviert. Ferner wurden weltweit fast alle ägyptischen Museen besichtigt. Ich wünsche mir, dass unsere Jugend ebenfalls solch eine Begeisterung für irgendwelche Dinge des täglichen Lebens entwickeln würde. Eine Lebenserfahrung kann ich allen jungen Menschen mitgeben: Das gehörte und geschriebene Wort, ob es in Büchern und insbesondere im Internet steht, sollte immer kritisch hinterfragt werden.

Es wurden zahlreiche Bildbände von mir erstellt, die imposante und gigantische Bauwerke aufzeigen. Das Besondere dieser Bücher ist, sie zeigen auch das Negative auf, das geschehen kann, wenn Länder wie Ägypten oder der Sudan besucht werden. Es ist zwar nicht verkaufsfördernd für die Bücher, wenn über eine Terrorphase bzw. über Bakterien und Viren gesprochen wird, die einem begegnen können, wenn man diese Länder bereist; insbesondere, wenn es sich um tödliche Gefahren handelt und Vereinsmitglieder daran gestorben sind. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, Reisende über Gefahren zu informieren.

EPISODEN VOR DER ÄGYPTOMANIE

Durch die Royal Air Force wurde die Staumauer der Edertalsperre zerstört. Unsere Familie war von Aachen in ein Dorf evakuiert worden, das im Edertal bei Fritzlar liegt. Die Flutwelle ergoss sich durch das Edertal, 10 km von unserer Wohnung entfernt. 1945 ging es 300 km zu Fuß nach Aachen zurück, ich in meinem Kinderbett (Bollerwagen) in Stroh eingebettet.

Links: So sah es in Aachen aus, als eine Kriegerwitwe mit 5 Kindern aus der Evakuierung zurückkam. Ein Trauma für Eltern, aber für uns einer der schönsten Abenteuer-Spielplätze aller Zeiten. Rechts: Der Schmugglertunnel, der mitten auf der deutsch-belgischen Grenze liegt. Im Pulk von etwa 100 Schmugglern ging es durch den Tunnel, und hinten warteten bereits 2 deutsche Zöllner. Ich gerade Schulkind, ging an Hand meiner Schwester durch den Tunnel, die den Kaffee im Unterkleid verstaut hatte.  Frau mit Kind, wurde nie verhaftet. Bilder: WIKIMEDIA COMMONS/ WIKIPEDIA

Beim Suchen nach Schrott haben wir in den Trümmern oft scharfe Munition gefunden. Der größte Fund von uns war eine 20 Zentner Bombe. Im Bild eine 10 Zentner Bombe, unser Bombenfund war 1 m länger. Bild: WIKIMEDIA COMMONS/ WIKIPEDIA

Unsere Badewanne, die jeden Samstag aus dem Keller geholt und im Badezimmer (Küche) aufgestellt wurde, außer in der zweiwöchigen Karnevalszeit, als sie für 100 eingelegte Heringe, zu unserm großen Familienfest (Aschermittwoch) benötigt wurde. Dadurch konnten wir in den 2 Wochen nicht gewaschen werden. Bild: © Gila Hanssen / pixelio.de

2 Jahre als Architekt gewirkt

2 Jahre habe ich als „Architekt“ gewirkt, indem ich die Bauzeichnungen für den eigenen Hausbau und für das Haus von mir und meines Freundes und Arbeitskollegen Hans, konzipierte und zeichnete. Damals konnte sich jeder „Architekt“ nennen, weil die Berufsbezeichnung in Deutschland nicht geschützt war. So konnte ich die von mir gezeichneten Baupläne mit meiner Unterschrift versehen selbst einreichen. Die Statik des Hauses wurde von einem Fachmann erstellt. Seit 1999 ist der Beruf Architekt in Deutschland  gesetzlich geschützt, und nur wer in der deutschen Architektenliste der Architektenkammer eingetragen ist, darf sich Architekt nennen, Baupläne erstellen und einreichen.

Bau eines Atombunkers im Keller

Von der Behörde erhielt ich zur damaligen Zeit für den Bunker die Baupläne, die Statik und den Zuschuss von DM 20.000,–, der nicht zurückgezahlt werden musste. Später wurde der Bunker als Partyraum umfunktioniert. Um den Zuschuss zu erhalten, war eine Bedingung der Behörde zu erfüllen. Im Bunkerumkreis von 200 m mussten die 25 Personen wohnen, für die der Bunker ausgelegt war. So haben meine Nachbarn die Liste unterschrieben und erhielten ein Duplikat mit Benutzungsrechts im Ernstfall. Oftmals kam es vor, dass sie mit der Liste in der Hand vor der Türe standen, wenn die Sirenen zur Probe heulten, weil sie wussten, im Bunker befand sich die Hausbar.   

Bau eines Kachelofens, kombiniert mit 4 Ofensystemen

3 Jahre lang war ich nebenberuflich als Kachelofenbauer tätig. Diese Phase entstand, als ich mir über die Umwelt mehr Gedanken machte, und zwar über meinen offenen Kamin. Wenn zusätzlich zum offenen Kamin die Hausheizung in Betrieb ist, wird die Heizenergie im Aufstellungsraum des offenen Kamins, vernichtet. Der offene Kamin gibt nur 15 % Wärme an den Raum ab, 85 % der Wärme gehen durch den Schornstein ins Freie (Brennkammeröffnung zum Wohnraum 60 × 45 cm, beim Kachelofen ist sie 3 x 2 cm). Ein offenes Feuer entzieht dem Raum die Luft. Diese teure, durch die normale Heizung aufgeheizte Luft, wird über den Kamin ins Freie gefördert und kalte Luft wird von Außen in den Wohnraum angesaugt.

Den ersten Kachelofen errichtete ich im eigenen Haus, an der Stelle des offenen Kamins. Es war eine von mir konzipierte Ausführung mit einer außergewöhnlichen effektiven Wärmeübertragung. Die erzeugte Wärme wird durch 4 Wärmeüberträger an alle Räume des Hauses abgegeben.

  1. Der Kachelofen enthält einen Grundofen, gekoppelt mit 2 Warmluftöfen, bei dem der Grundofen eine Abgas-Verweilstrecke besitzt. Die Feinstäube in den Abgasen werden mehrmals, gezwungenermaßen nach unten geführt. In diesen Kammern setzt sich der im Abgasstrom enthaltene Feinstaub ab, da er schwerer ist als das Abgas. Die Kammern besitzen Reinigungsöffnungen durch die der Feinstaub jährlich den Kammern entnommen werden kann. Das Schamottmauerwerk des Grundofens wurde durch eine verzinkte Blechummantelung abgedichtet, die das Schamottmauerwerk auch nach jahrelangem Gebrauch noch abdichtet.
  2. Die Heizungsrohre der normalen Heizung werden durch den Brennraum der Feuerstelle geleitet. Somit wird ein Teil der Wärme durch die Heizkörper in das ganze Haus verteilt. Es wurde nicht nur im Raum, in dem der Kachelofen steht geheizt, sondern die Wärme wurde in alle übrigen Heizkörpern im Haus geleitet.

In dem Buch werden Maßangaben und Tipps für den Eigenbau gegeben und zahlreiche Bilder welche die Bauweise und Funktion dokumentieren.

Bundeswehr

Als Unteroffizier der Bundeswehr und Ausbilder in einem Reketenlehrbataillon, kann ich einige humorvolle und außergewöhnliche Vorgänge berichten.

ÄGYPTOMANIE

Der Hauptteil des Buches befasst sich mit der antiken ägyptischen Kultur. Insbesondere mit den Bauwerken der Pyramiden. Die Erklärungen werden mit zahlreichen Zeichnungen und Bildern untermauert.

Geheime Kammern und Gänge in den Pyramiden

Im Buch werden alle 8 Pyramiden zeichnerisch und mit Beschreibungen erklärt

Die Pyramiden des Alten Reiches hatten keine geheimen Gangsysteme oder versteckte Grabkammern oder Eingänge. Diese entstanden erst nach der 1. Zwischenzeit. In dieser 120-jährigen chaotischen und mit Bürgerkrieg verbundenen Zeit wurden die Pyramiden wahrscheinlich vom Volk aus Not ausgeraubt. Danach verlegte man den Pyramideneingang vom Norden an die West- oder Ostseite der Pyramide. Bei einer Pyramide wurde der Eingang aus einer Mastaba angelegt. Weiterhin erfuhren die Gänge mehrere Richtungsänderungen. Welche Bauweise auch gewählt wurde, der Gang zur Vorkammer kam immer von Norden.

Die im Laufe der Zeit von uns gemachten Entdeckungen

Neue Pyramide an der Ostseite der Cheops-Pyramide entdeckt – Die Entdeckung einer Königs-Mumie in Kanada – Eine Rampe am Gisa-Plateau – Einsturzursachen im Vorraum der Sahure-Pyramide – Pyramide Pepi I.: Liegt das Südgrab in der Südostecke? – Die blaue Farbe aus den Königsgräbern – Seltsame Steinansammlungen an der Mykerinos-Pyramide – Sprengversuche eines Steinquaders mit Holzkeilen – Die geheimen Kammern und Gänge in den Pyramiden – Die Einteilungen des Tages in 24 Abschnitte – Neue Erkenntnisse über Echnaton, Nofretete und Tutanchamun

Bei der Überprüfung von Fotos, die von der Cheops-Pyramide herab in Richtung Ostennekropole gemacht wurden, war die Überraschung groß, als wir in einem erst kurz zuvor von Schutt befreitem Gebiet, eine dabei freigelegte, bisher nicht bekannte Pyramide (Abb. 1, schwarzes Quadrat) entdeckte. Bei einer Überschreitung dieser Stelle sind die weißen Pyramiden-Fundamente nicht als solche erkennbar. Auch ließen sich die bereits freigelegten Blöcke von unten nicht als Pyramide deuten. Erst auf dem Luftbild des Plateaus der Cheops-Pyramide zeichnete sich das quadratische weiße Fundament der Pyramide deutlich ab. Der Grundriss einer Pyramide ist immer quadratisch (vgl. Abb. 1, schwarzes Quadrat), während jener einer Mastaba immer rechteckig ist. Deshalb ließ sich mit Gewissheit sagen, dass es sich hierbei um eine Pyramide handelt. Dies bestätigten auch die anschließenden Ausgrabungen, bei denen eine Pyramide mit Grabkammer und Pyramidion freigelegt wurde. Ob es sich um das Südgrab von Cheops handelt. ist bis heute nicht einwandfrei geklärt.

Ost-Nekropole, Blick von der Cheops-Pyramide, als wir die Pyramide noch nicht entdeckt hatten (1)  Neue Pyramide, quadratischer Grundriss ist immer eine Pyramide (2) Trial Passage (3) Rampe am Gisa-Plateau (4) Transporttunnel unter dem Aufweg-Fundament.

Selbst erlebte Terror Anschläge in Ägypten

Berichtet wird von dutzenden Anschlägen. Der Terror Anschlag, der für uns glücklich ausging, sei kurz erwähnt: Nach einer zweiwöchigen Besichtigungstour aller Sehenswürdigkeiten in Luxor, haben wir in den letzten drei Tagen die Reliefs und das Bauprojekt im Hatschepsut-Tempel bis zum 16.11.1997, für das Archiv fotografisch dokumentiert. Dann ging es durch die Wüste zur 300 km westlich von Luxor entfernten Oase Kharga. Am anderen Tag, während meiner Geburtstagsfeier am 17.11.1997 in der Oase Kharga, stürmte der Reiseführer in den Festsaal und berichtete, dass Terroristen im Hatschepsut-Tempel am Tag zuvor über 100 Menschen erschossen hätten. Diese Geburtstagsfeier werde ich nie vergessen; hätten wir uns einen Tag länger im Hatschepsut-Tempel aufgehalten, wäre ich wahrscheinlich an meinem Geburtstag erschossen worden. Als wir am anderen Tag wieder in Luxor ankamen, war der Hatschepsut-Tempel menschenleer (siehe Bild), und wir erfuhren, dass 62 Personen Opfer des Anschlags wurden.

Die Aufnahme wurde am 18.11.1997 gemacht, ein Tag bevor hier 62 Menschen starben

ÄGYPTISCHER GLAUBE, ÜBERNOMMENE BASISELEMENTE HEUTIGER RELIGIONEN

Die Entstehung des Kreuzzeichens als christliches Symbol in Ägypten

weiter folgt im Buch:

Die Entstehung des Kruzifixes (Kreuzigung Jesus)

Die Engeldarstellung und geflügelte Wesen

Der Heiligenschein (lateinisch „Nimbus = Wolke“)

Der Ursprung der Zehn Gebote

Der Nasen- und Mundkuss

Die Entstehung von Teufel und Hölle

Die Farbe Weiß in der Liturgie

Der Bischofsstab – Krummstab

Die Kopfbedeckung des Papstes und der katholischen Bischöfe

Das ägyptische Geburtsfest / das christliche Weihnachtsfest

Die männliche Beschneidung (Zirkumzision)

Die Einführung der Polygamie

Die Dreifaltigkeit – Dreieinigkeit (Trinität)