Band 6 „ÄGYPTOMANIE II“

ISBN 978-3-982161181 – ARNOLD LAMM

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Kosten: EUR 39,00, das Buch wird kostenlos mit Hermes verschickt.

VORWORT

Dieses Buch ist ein Bildband mit Hardcover und Fadenheftung, 224 Seiten glänzend, DIN A4, mit ca. 500 Bildern davon 460 Stück 4-farbig, Cover glänzend kratzfest. Es wird über humorvolle und außergewöhnliche Erlebnisse berichtet, so auch über mehrere Terroranschläge, die ich direkt oder indirekt miterlebt habe. Ferner wird über tödliche Gefahren (Unfälle, Bakterien und Viren) aufmerksam gemacht, die mir in Ägypten und im Sudan begegnet sind. Der Großteil des Buches berichtet über die Ägyptologie.

Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut (†) hat später über meine Pyramiden-Bücher (Band 1 & 2) eine Rezension geschrieben. Ein Satz aus dieser über meine Bücher und Bauzeichnungen sei kurz erwähnt:

 „Außer ihrem Werk gibt es kein vergleichbares Handbuch, das unter den verschiedensten Gesichtspunkten einen Überblick über den ägyptischen Pyramidenbau bietet.“

Es wurden zahlreiche Bildbände von mir erstellt, die imposante und gigantische Bauwerke aufzeigen. Das Besondere dieser Bücher ist, sie zeigen auch das Negative auf, das geschehen kann, wenn Länder wie Ägypten oder der Sudan besucht werden. Es ist zwar nicht verkaufsfördernd für die Bücher, wenn über eine Terrorphase bzw. über Unfälle, Bakterien und Viren gesprochen wird, die einem begegnen können, wenn man diese Länder bereist; insbesondere, wenn es sich um tödliche Gefahren handelt und Vereinsmitglieder daran gestorben sind. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, auch in einem herrlichen Bildband, Reisende über Gefahren zu informieren.

Geheime Kammern und Gänge in den Pyramiden

Die Pyramiden des Alten Reiches hatten keine geheimen Gangsysteme oder versteckte Grabkammern oder Eingänge. Diese entstanden erst nach der 1. Zwischenzeit. In dieser 120-jährigen chaotischen und mit Bürgerkrieg verbundenen Zeit wurden die Pyramiden wahrscheinlich vom Volk aus Not ausgeraubt. Danach verlegte man den Pyramideneingang vom Norden an die West- oder Ostseite der Pyramide. Bei einer Pyramide wurde der Eingang aus einer Mastaba angelegt. Weiterhin erfuhren die Gänge mehrere Richtungsänderungen. Welche Bauweise auch gewählt wurde, der Gang zur Vorkammer kam immer von Norden. Im Bildband werden alle 8 Pyramiden zeichnerisch und mit Beschreibungen erklärt, in denen geheime Kammern bzw. geheime Eingänge sind. Ferner werden sämtliche Pyramiden mit Bildern und Schnittzeichnungen sowie sämtliche Lagepläne der Nekropolen dargestellt

Kriegs- und Nachkriegssituation

1.1 Glücksmoment 1 – 1.2 Glücksmoment 2 – 1.3 Glücksmoment 3  – 1.4 Glücksmoment 4 – 1.5 Die Schmugglerzeit – 1.6 Die Beschaffung von Heizenergie – 1.7 Der Gelderwerb durch Sammeln von Schrott – 1.8 Die jugendlichen Mutproben – 1.9 Das besondere Geschehen in der Familie – 1.10 Die jugendliche Pubertätszeit – 1.11 Die Zeit der Auswanderung – 1.12 Die Zeit bei der Bundeswehr – 1.13 Die Zeit der Montage von Industrieanlagen – 1.14 Die Zeit im Dorf Rott bei Aachen (Eifel)

1 Teilauszug: Als die Edertalsperre zerstört wurde, ergoss sich die Flutwelle, 10 km von unserer Wohnung entfernt, durch das Edertal. Nach dem Kriegsende 1945 erfolgte ein Fußmarsch (300 km) von einer Witwe mit 5 Kindern aus dem Edertal in die Heimatstadt Aachen zurück. Zu dieser Zeit war Aachen 80 % zerstört, ein Trauma für Eltern, aber für mich einer der schönsten Abenteuer-Spielplätze aller Zeiten. (Bild 1). Durch das Sammeln von Metall aus den Trümmern konnten wir uns Kinokarten leisten. In Aachen gab es die meisten Kinos in Deutschland. Beim Suchen nach Schrott fand ich im Trümmerschutt eine 20 Zentnerbombe. (Bild 2, im Bild eine 10 Zentnerbombe)

2 Teilauszug: Aachen liegt direkt an der belgischen und holländischen Grenze. Kurz nach dem Krieg war unsere Familie gezwungen, sich durch Schmuggelgut (Kaffee, Zigaretten) einen Nebenerwerb zu schaffen. So hat sich meine älteste Schwester aus Betttüchern ein Unterkleid geschneidert, an das große Taschen für den Kaffeetransport genäht worden sind. Ich, gerade Schulkind geworden, wurde stets mitgenommen. Da es immer im Pulk (ca. 50 Personen über die Grenze (Belgien-Deutschland) durch den Schmugglertunnel ging (Bild 3), wurde eine Frau mit Kind nie verhaftet.

3 Teilauszug: Als Wehrpflichtiger mit 11/2 Jahren Dienstzeit, wurde ich zur Bundeswehr zum Raketen-Lehrbataillon in Eschweiler eingezogen. Diese Jahre wurde zur abenteuerlichsten Zeit meines Lebens. Nach der Grundausbildung begann ich eine Ausbildung als Funker, mitten in der Ausbildung wurde ich zu einem Unteroffizierslehrgang abkommandiert. Nach diesem Lehrgang zum Unteroffizier wurde ich als Rekruten-Ausbilder eingesetzt. Die Aussage meines Kommandanten: Es ist noch nicht vorgekommen, und es wird nur einmal vorkommen, dass ein wehrpflichtiger Soldat Unteroffizier wird und dazu noch Ausbilder.

4 Teilauszug: Es gab eine Zeit, da habe ich als „Architekt“ gewirkt, indem ich die Bauzeichnungen für den eigenen Hausbau und für die meines Freundes erstellte habe. Zum Architektenberuf muss gesagt werden, damals konnte sich jeder „Architekt“ nennen, weil die Berufsbezeichnung in Deutschland nicht geschützt war (erst ab 1999). So konnte ich die von mir gezeichneten Bauplänen mit meiner Unterschrift versehen und selbst einreichen.

5 Teilauszug: Atombunker: Als junger Monteur habe ich bei der Errichtung des Regierungsbunkers im Ahrtal mitgewirkt. Hier bekam ich vom Bunker-Architekten den Hinweis, dass es einen staatlichen Zuschuss von DM 20.000 gibt, wenn in einem Privathaus ein 25 Personenbunker errichtet wird. Eine ausführliche Beschreibung, Bilder und Konstruktionszeichnungen sind im Buch aufgeführt.

25 Personenbunker mit Schleuse, Filterraum und Belüftung

6) Teilauszug Kachelofen: Als ich erkannte, dass ein offener Kamin für die Umwelt sehr schädlich ist, habe ich diesen zu einem optimalen und umweltfreundlichen Kachelofen umgebaut. Es ist eine von mir konzipierte Ausführung mit einer effektiven Wärmeübertragung. Die erzeugte Wärme wird durch 4 Wärmeüberträger an alle Räume des Hauses abgegeben. Der Kachelofen enthält einen Grundofen, bei dem der Grundofen eine Abgas-Verweilstrecke besitzt. Die Feinstäube in den Abgasen werden mehrmals gezwungenermaßen nach unten geführt. In diesen Kammern setzt sich der im Abgasstrom enthaltene Feinstaub ab, da er schwerer ist als das Abgas. Die Kammern besitzen Reinigungsöffnungen, durch die der Feinstaub den Kammern jährlich entnommen werden kann.

Offener Kamin, vorher
Offener Kamin mit Kachelofen nach dem Umbau
Schnitt durch den Kachelofen
Teil der Ausmauerung des Grundofens. Dahinter das verzinkte Blech die für die jahrelange Abdichtung wichtig ist
Zwei Warmluft Öfen, Kuppel & Aufsatz

7 Teilauszug: Das Schamott-Mauerwerk des Grundofens wurde durch eine verzinkte Blechummantelung abgedichtet, die das Schamott Mauerwerk auch nach jahrelangem Gebrauch noch abdichtet. Ferner wurde er mit 2 Warmluftöfen ausgestattet. 

Verzinkte Blechplatte, Abdichtung des Grundofens

8 Teilauszug: Die Heizungsrohre der Ölheizung werden durch den Brennraum der Feuerstelle geleitet (Bild 13). So werden nicht nur der Raum, in dem der Kachelofen steht, geheizt, sondern die Wärme wird in alle übrigen Heizkörper im Haus geleitet. Nachdem sich das Konzept als gelungen und sehr wirtschaftlich herausgestellt hatte, haben ca 30 Familien die Konzeption des Kachelofens übernommen. Eine ausführliche Beschreibung, Bilder und Darstellung der Konstruktionszeichnungen sind im Buch aufgeführt.

Heizofen mit Heizungsanschluss und Sicherheitseinrichtung (Überdruckventil mit Kühlwasserablauf

2| DIE ENTSTEHUNG DER ÄGYPTOMANIE

2.1 Auszug aus der Rezension von Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut  (†) über Band 1 & 22.2 Die antike ägyptische Geschichte – Götterwelt von Dr. I. E. Stephen Edwards2.3 Die wichtigsten ägyptischen Götter 2.4 Das Totengericht – 2.5 Die Grabstätte2.6 Das Amduat (Jenseitsbücher) – 2.7 Die Mumien-Cachette in Deir el-Bahri

Über die Aussagekraft der Bücher (Band 1 & 2) sagt die Rezension von Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut (†) einiges aus:

„[…] Doch jetzt schon zeigt es sich, welche ungeheuerliche Leistung hinter ihrem Werk steht. Welche Begeisterung, welche Hingabe, welcher Einsatz, wie viel Phantasie, wissenschaftliche Kenntnis, Organisationsbegabung und auch technische Leistung ganz abgesehen von den erforderlichen Reisen nötig waren, um dies ihr Werk zu schaffen. Dabei ist der Kostenaufwand nicht einmal erwähnt. Nicht allein Liebhaber, auch Fachleute werden ihren Nutzen daraus ziehen. Außer ihrem Werk gibt es kein vergleichbares Handbuch, das unter den verschiedensten Gesichtspunkten einen Überblick über den ägyptischen Pyramidenbau bietet. Und mit welch akribischer Sorgfalt sind die Zeichnungen ausgeführt! Wirklich ein Musterexemplar! Wem die Bauten selbst keinen Eindruck gemacht haben sollten, der wird durch Ihre Dokumentation zweifellos sein Versäumnis erkennen. Das Buch ist mit großer Liebe und sehr sorgsam gemacht. Für jeden Ägyptenfreund und Hobby-Ägyptologen sowie Architekten stellt es eine großartige Fundgrube dar, die übersichtlich und bequem die Forschungsergebnisse zusammenstellt und höchst willkommen die Pläne und zugehörigen Abbildungen bietet. Deshalb ist das Buch zweifellos auch für Studenten der Ägyptologie nützlich, für schnelle Übersicht und Kurzinformation; insbesondere studentische Anfänger werden dieses Buch als Einführung in Sinn, Anlage, geschichtliche Einbettung sowie Problematik der Bauten dankbar begrüßen. Ich kann das Buch daher nur bestens empfehlen und wünsche ihm den verdienten Erfolg […].“

3| DIE IM LAUFE DER ZEIT VON MIR GEMACHTEN ENTDECKUNGEN (ÄGYPTOLOGIE)

3.1 Neue Pyramide an der Ostseite der Cheops-Pyramide entdeckt.3.2 Die Entdeckung einer Königs-Mumie in Kanada – 3.3 Eine Rampe am Gisa-Plateau3.4 Einsturzursachen im Vorraum der Sahure-Pyramide3.5 Pyramide Pepi I.: Liegt das Südgrab in der Süd-Ostecke?3.6 Die blaue Farbe in den Königsgräbern3.7 Seltsame Steinansammlungen an der Mykerinos-Pyramide3.8 Sprengversuche eines Steinquaders mit Holzkeilen3.9 Die geheimen Kammern und Gänge in den Pyramiden3.10 Die Einteilungen des Tages in 24 Abschnitte3.11 Neue Erkenntnisse über Echnaton, Nofretete und Tutanchamun

1 Teilauszug: Bei der Überprüfung von Fotos, die von der Cheops-Pyramide herab in Richtung Ostennekropole gemacht wurden, war die Überraschung groß, als ich, in einem erst kurz zuvor von Schutt befreitem Gebiet, eine bisher nicht bekannte Pyramide entdeckte. Bei Überschreitung dieser Stelle sind die weißen Pyramiden-Fundamente nicht als solche erkennbar. Auch ließen sich die bereits freigelegten Blöcken von unten nicht als Pyramide deuten. Erst auf dem Luftbild vom Plateau der Cheops-Pyramide zeichnete sich ein quadratisches weißes Fundament (1) der Pyramide ab . Der Grundriss einer Pyramide ist immer quadratisch schwarzes Quadrat), während jener einer Mastaba immer rechteckig ist. Deshalb lässt sich mit Gewissheit sagen, dass es sich hierbei um eine Pyramide handelt. Dies bestätigen auch die anschließenden Ausgrabungen, bei der eine Pyramide mit Grabkammer und Pyramidion freigelegt wurde.

Ost-Nekropole, Blick von der Cheops-Pyramide, als wir die Pyramide noch nicht entdeckt hatten (1)  Neue Pyramide, quadratischer Grundriss ist immer eine Pyramide (2) Trial Passage (3) Rampe am Gisa-Plateau (4) Transporttunnel unter dem Aufweg-Fundament.

2 Teilauszug: Ich habe nicht nur Zeugnisse der ägyptischen Kultur vor Ort besucht, sondern auch weltweit zahlreiche ägyptische Museen. Auf einer Rundreise 1991 durch den Osten der USA besuchte ich das Niagara Falls Museum, in dem auch ägyptische Mumien ausgestellt waren. Darunter befand sich zu meiner Überraschung eine unbekannte Mumie mit hohlen Fäusten und abstehenden Daumen. In diesen Händen steckten ursprünglich die Herrschersymbole, der Wedel und das Zepter. Diese hohlen Fäuste und dazu die abstehenden Daumen finden sich nur bei ägyptischen Königsmumien. Dass es sich um eine Königsmumie handelte, wurde von dem Ägyptologen Zahi Hawass später bestätigt und die Mumie nach zähen Verhandlungen 2003 nach Ägypten überführt.

3 Teilauszug: Die Behauptung, dass es am nördlichen Hang eine Transportrampe gegeben haben muss, ist eine einfache Schlussfolgerung. Auf der Ost-Rampe zum Pyramidenplateau wurde der Aufweg zum Opfertempel errichtet und stand somit für den Material- Werkzeug- und Trinkwassertransport nicht mehr zur Verfügung. Weil der Transport von der Nord- zur Südseite durch den Aufweg versperrt wurde, wurde unter dem Aufweg ein Tunnel in den Fels geschlagen. Dieser liegt nur wenige Meter entfernt vom Steilhang des Plateaus. Schlussfolgernd ergibt sich daraus die These, dass eine Transportrampe im Hangbereich des Tunnels liegen muss. Dies wurde denn auch bestätigt: An der vermuteten Stelle wurde tatsächlich eine Transportrampe gefunden, nachdem wir unsere Vermutung Herrn Dr. Zahi Hawass mitgeteilt haben, der sie noch im gleichen Jahr freilegte (Bild unten).

4| SELBST ERLEBTE TERRORANSCHLÄGE IN ÄGYPTEN

4.1 Anschlag Hatschepsut-Tempel – 4.2 Anschlag Kairo – 4.3 Anschlag Oase Faijum – 4.4 Anschlag Sinai – 4.5 Anschlag Alexandria (Wassernetz) – 4.6 Anschlag Kairo – Einschüchterung Heliopolis 4.7 Anschlag Schnellzug Luxor-Kairo – 4.8 Anschlag Minia – 4.9 Gefährliche Situation im Sinai – 4.10 Anschlag Scharm esch-Schech – 4.11 Anschlag Nuweiba /Taba – 4.12 Sinai „Operation „Schwarzer Adler“ – 4.13 Sinai Anschlag Gaspipeline- 4.14 Sinai-Anschlag auf Israel – 4.15 Sinai-Anschlag auf Militärstützpunkt – 4.16 Sinai-Anschlag russisches Flugzeug 4.17 Anschlag Nil-Delta – 4.18 Verhaftung in Abu Simbel 

1 Teilauszug: Ich reiste am 10.11.1997 nach Luxor, um den Hatschepsut-Tempel für die Erstellung eines Bildbandes zu vermessen und bildlich zu dokumentieren. Die letzten beiden Tage der Exkursion waren für die Besichtigung der Oase Kharga (300 km von Luxor) vorgesehen. Ich hatte die Idee, die Arbeiten im Hatschepsut-Tempel zu unterbrechen und meinen Geburtstag (17.11) in der Oase Kharga zu feiern. Diese Änderung hat wahrscheinlich mein Leben und die der Begleiter gerettet. Nach der Besichtigungstour durch die Oase am 17.11.1997, feierten wir abends meinen Geburtstag. Während der Feier stürmte der Reiseführer in den Saal und berichtete, dass Terroristen an diesem Tag im Hatschepsut-Tempel über 100 Menschen erschossen hätten. Als wir am anderen Tag  wieder in Luxor ankamen, war der Tempel menschenleer, und wir erfuhren, dass 62 Personen Opfer des Anschlags geworden waren (Bild 18.11.1997, 1 Tag nach dem Anschlag).

2 Teilauszug: Bei zahlreichen Trekkingtouren durch den Sinai habe ich den Grund erfahren, warum der Sinai heute noch die gefährlichste Region in Ägypten ist. Diese Erkenntnis wurde mir durch einen Lehrer vermittelt. Ich hatte ihn, als er von der Schule auf dem Heimweg (10 km) war, mit meinem Geländewagen mitgenommen und zu seinem Wohnhaus gebracht. Er lud mich zu einem Tee ein und erzählte mir einige Tatsachen, die ein Tourist nie zu hören bekommt. Die Schüler kommen aus einem Umkreis von 50 km. Der Großteil der Schüler wird mit Geländewagen gebracht. Er kann sich von seinem Lehrergehalt keinen Wagen leisten und hat gerade soviel, um das Essen zu kaufen. In seinem Clan können sie sich als Transportmittel nur Esel leisten. Die Clans, die sich Geländewagen leisten können, besitzen das Monopol für Übernachtungen von Touristen. Nur wenn sie Bestechungsgelder bezahlen, oder ein Clanmitglied im Ministerium haben, bzw. der Clan-Chef der Verwaltungs- oder Polizeichef in der Region ist, bekommen sie die Genehmigungen. 70 % der Clans leben, wenn Handys und Schule nicht berücksichtigt werden, wie zu Zeiten der Pharaonen.

Das Tal des Lehrers

3 Teilauszug: Bei der Besichtigungstour 1999 zu den antiken Bauwerken und den Nekropolen, die zwischen Luxor und Kairo liegen, besichtigten wir Achmim.. Diese Nekropole liegt 200 km nördlich von Luxor bei der Stadt Sohag. Wir hatten erfahren, dass hier 1981 ein Sensationsfund gemacht worden war und zwar die 7 m hohe Kolossalstatue der Merit[1]Amun, Tochter und Ehefrau von Ramses II. Wir waren 100 m von der Ausgrabungsstätte entfernt, als uns schwer bewaffnete Soldaten mit ihren Fahrzeugen umzingelten. Unmissverständlich gaben sie uns zu verstehen, dass eine Besichtigung nicht möglich sei. Die Gruppe ging zurück zur Hauptstraße, wobei eine Person von uns zwischen den Lehmziegelhäusern auf allen Vieren bis zu der Ausgrabungsgrube robbte. In der Grube stand, umhüllt in ein Holzgerüst, die Kolossalstatue der Merit-Amun. Die Grube war mit einer Steinmauer eingefasst, und auf der anderen Seite befand sich das Wachhaus mit den Soldaten. Aus Angst, gesehen zu werden, hielt ich die Kamera mit einer Hand über die Mauer und fotografiert blind. Auch fand man eine Monumentalstatue von Ramses II., bei der nur die Füße freigelegt werden konnten. Der Großteil der etwa 13 m hohen Statue liegt unter einem muslimischen Friedhof. Die Totenruhe ist bei den Muslimen heilig und so scheiterte bis heute die Verlegung des Friedhofs am Protest der Bevölkerung. Später erfuhren wir, warum es Soldaten waren und nicht die übliche Wachmannschaft, welche die Ausgrabungsstätten bewachten. Zwei Jahre vorher war der blutige Anschlag im Hatschepsut[1]Tempel und zur gleichen Zeit haben die Terroristen, die zur gleichen Gruppe gehörten, in dieser Gegend 33 Polizisten erschossen.

5| SELBST ERLEBTE GEFAHRENQUELLEN IN ÄGYPTEN / SUDAN (UNFÄLLE, VIREN)

5.1 Bakterien Hotel Kairo – 5.2 Vergiftung – 5.3 Bakterien Oase Siwa – 5.4 Bakterien Luxor – 5.5 Übermüdung Fahrer – 5.6 Reiseapotheke – 5.7 Malaria – 5.8 Beulenpest – Sandmücken – 5.9 Sand- und Fadenwürmer – 5.11 AIDS – 5.12 Ebolafieber – 5.13 Sprossengemüse – 5.14 Fahrt mit dem Heißluftballon

1 Teilauszug: Auf eine Gefahr der anderen Art muss hingewiesen werden. In den 90er Jahren wurde in Luxor eine Firma gegründet, die Fahrten mit einem Heißluftballon über das Tal der Könige anbot. Der Firmeninhaber war ein erfahrener Ballon-Fahrer aus den USA, der vor der Fahrt alles sehr gut erklärte. Der Ballon-Korb war ein Normkorb, so wie er überall verwendet wird, mit einer Kammer für den Kapitän und zwei Kammern für sechs Passagiere. Als wir Jahre später wieder eine Ballon-Fahrt buchten erfuhren wir, dass der Kapitän aus den USA seine Firma aufgegeben hat. Weiter erfuhren wir, dass dieser unter fadenscheinigen Begründungen keine Genehmigung mehr erhalten hatte. Kurze Zeit später wurde eine neue Firma angemeldet mit einem Ägypter als Inhaber. Der Norm Korb wurde gegen einen riesengroßen Korb getauscht. In ihm werden 16 Passagiere regelrecht eingepfercht. Wir können nur vor dieser lebensgefährlichen Fahrt warnen. Jahre später stürzte ein Ballon ab, und es kamen mehrere Menschen zu Tode.

2 Teilauszug: Den schlimmsten Fall erlebten wir, als ein Tour Mitglied trotz Warnung, ein Glas kalte Kamelmilch trank. Bereits bei der Rückreise im Flugzeug bekam er Fieber und nach der Landung kam er sofort ins Krankenhaus. Diese Erkrankung war so kompliziert, dass er sofort in das Tropeninstitut nach Hamburg verlegt wurde. Nach monatelanger Behandlung haben diese Spezialisten sein Leben retten können.

3 Teilauszug: Sandwürmer & Fadenwürmer (Medina Wurm) & Sandmücken: Vor einer Sudan Tour kommen die Teilnehmer zusammen und besprechen auch die Gefahren von möglichen Krankheiten, die man vor Ort antreffen kann. So wird immer gewarnt, dass man die Hand nicht ins Flusswasser halten soll. Im Flusswasser sind Haken- und Fadenwürmer, die sich an der Haut festsetzen und dann durch die Haut bohren. Bei dieser Sudan-Tour machten wir die Erfahrung, dass ebenfalls Haken- und Fadenwürmer im Sand leben. Bei den Touren bleiben die Zeltplätze in der Wüste bereits seit Jahrzehnten immer die gleichen. Um diese herum befindet sich entsprechend die große „Wüstentoilette“. Die Würmer leben von den Ausscheidungen der Menschen und warten auf einen nackten Fuß oder einen Schuh, der die Eier transportiert. So geschah es, dass ein Mitglied von den Parasiten befallen wurde. Hier konnte nur das Tropeninstitut Hamburg helfen. Deshalb geben wir folgende Hinweise:

  1. Nie mit nackten Füßen durch den Sand laufen (auch wegen Gefahr eines Schlangenbisses).
  2. Die Schuhe vor dem Zelt ausziehen, abklopfen und außen am Zelt festbinden. Das Festbinden ist wichtig, wegen der Wüstenfüchse. Sie haben uns mehrmals die Schuhe entwendet.
  3. Die Füße, Beine und Hände abends mit einem Desinfektionsmittel einsprühen.
  4. Nie mit dem Schlafsack im Freien übernachten, sondern immer im Zelt. Das Zelt muss einen Boden haben und ringsum verschließbar sein.
Ein Fadenwurm der langsam mit einem Streichholz und Faden herausgezogen wird
Eine Sandmücke beim saugen

6| ÄGYPTISCHER GLAUBE, ÜBERNOMMENE BASISELEMENTE HEUTIGER RELIGIONEN

6.1 Erste christliche Symbole (XP, Alpha, Omega) – 6.2 Die Entstehung des Kreuzzeichens als christliches Symbol in Ägypten – 6.3 Die Übernahme des Kreuzzeichens (Anch-Kreuz) in Westeuropa – 6.4 Die Geschichte des Christentums in Osteuropa und im Orient – 6.5 Die Übernahme des Kreuzzeichens in Osteuropa und im Orient – 6.6 Die Darstellung Jesu vor der Zeit des Kruzifixes (Kreuzigung Jesus) – 6.7 Die Entstehung des Kruzifixes (Kreuzigung Jesus) – 6.8 Die Engeldarstellung und geflügelte Wesen – 6.9 Der Heiligenschein (lateinisch „Nimbus = Wolke“) – 6.10 Der Ursprung der Zehn Gebote – 6.11 Der Nasen- und Mund Kuss – 6.12 Die Entstehung von Teufel und Hölle – 6.13 Die Farbe Weiß in der Liturgie – 6.14 Der Bischofsstab – Krummstab – 6.15 Die Kopfbedeckung des Papstes und der katholischen Bischöfe – 6.16 Das christliche Weihnachtsfest – 6.17 Die männliche Beschneidung (Zirkumzision) – 6.18 Die Einführung der Polygamie – 6.19 Die Zahnheilkunde – 6.20 Die Dreifaltigkeit – Dreieinigkeit (Trinität) – 6.21 Die antiken christlichen Staaten am Nil

1 Teilauszug: 250 km westlich von Luxor erstreckt sich in der Wüste die Oase Kharga. 1 km entfernt vom Stadtkern El Kharga liegt die einmalige christliche Nekropole, El Bagawat. Auf einem Höhenzug befinden sich 263, aus Lehm errichtete Grabkapellen. Mitten im Gräberfeld steht eine imposante Kirche. Errichtet wurde diese Nekropole von verfolgten Christen im 2. bis 5. Jh. n. Chr., die aus Alexandria geflohen waren. Die mit Kuppeln gedeckten Gräber beherbergen gut erhaltene Malereien wie Adam und Eva, Flucht nach Ägypten, die Arche Noah und Jonas, der vom Walfisch ausgespuckt wird. Ferner den Auszug aus Ägypten, Abraham, der Isaak opfert und Daniel in der Löwengrube. In einer der Kapellen ist an den Wandseiten das Anch[1]Kreuzzeichen (schräge Seiten oben ein Ring) zu sehen. Von dem angebrachten Anch-Kreuzzeichen wurde die Hälfte des Henkels entfernt (Bild 20), indem der Lehmputz abgekratzt wurde. Darüber malte man später zwei neue Kreuze mit vier geraden Schenkeln. Hier ist gut zu erkennen, dass das Kreuzzeichen von den Pharaonen übernommen wurde (mit Henkel) und dann um 300 n. Chr. zum Kreuz mit vier schrägen Schenkeln wurde.

7| KUNSTPHASE, INSPIRIERT DURCH DIE ÄGYPTOLOGIE

7.1 Der Kosmos oder die Vertreibung aus dem Paradies – 7.2 Die fünf Weltmusikanten – 7.3 Von Mose bis Moses, 4000 Jahre Christentum – 7.4 Brot und Spiele 7.5 Die Ruhestätte der Tränen – 7.6 Die Schutzmächte des blauen Planeten – 7.7 Das Felsen-Naos der Heilung – 7.8 Die vier Weisheiten – 7.9 Schmuck, Schutz und Machterhalt – 7.10 Die Sinnlichkeit -7.11 Der Fall der Berliner Mauer – 7.12 Die Ägyptologie – 7.13 Die Sintflut – 7.14 Die Opferung für das Jenseits – 7.15 Kemet, Land der schwarzen Erde – 7.16 Die letzte Ruhestätte – 7.17 Salbgefäß aus dem Grabschatz von Pharao Tut Anch Amun – 7.18 Road to Cairo

7.1 Der Kosmos oder die Vertreibung aus dem Paradies

Maße: Höhe 2,8 m, Breite 2,1 m, Tiefe 0,7 m, Gewicht 200 kg. Die göttliche Macht (Höhe 1,1 m). Die Menschheit (Höhe 1,4 m). Material: Die göttliche Macht ist aus Holz geschnitzt und mit Blattgold überzogen. Die Gefäße sind aus Ton und Alabaster. Die Menschheit ist aus Holz geschnitzt und bemalt, Erde aus Holz mit Beton überzogen.

Die göttliche Macht: Sie schaut dem regen Treiben aus dem Nichts zu. Die Verbindung zum Kosmos ist die Sintflut, über deren Urgewalt sie herrscht. Die Menschheit am Abgrund stehend, wird sie durch Erze, Erdöl, Gas, Automobile, Elektrizität (Transportkarren mit einem Rad über dem Abgrund), Nahrung (Geburtenexplosion) und der Mohnblume in den Abgrund gezogen. Eine natürliche Zerstörung (Vulkane) oder durch Menschenhand entstandene Zerstörung (Bauten) greift nicht ins Geschehen ein. Beim Absturz fliegen der Blumensamen und die Vogelwelt (infiziert mit dem Vogelgrippevirus) davon, auch der Affe springt (infiziert mit dem Aidsvirus) ab. Die Menschheit schaut nur hilflos zu. Sie weint und hängt sich als letzte Möglichkeit der Rettung ein Schutzsymbol um. Die herrschende Macht (goldener Thron) schaut weg und visiert die Sterne an (Space Shuttle). Im Mittelpunkt steht die diesseitige Gesetzmäßigkeit, wobei die ewige Frage der Menschheit ist: Welche Gesetzmäßigkeit findet man im Nichts  – Hieroglyphen oder  E = m x c²?

7.2 Die fünf Weltmusikanten

Maße: H 1.2 m, B 1,65 m, T 0,3 m Gewicht: 60 kg Material: Holz – geschnitzt und bemalt.

Die Farben der fünf Kontinente symbolisieren die existenziellen Sorgen und Nöte der gegenwärtigen Welt. Es schultern sich Krieg, Hai, Heuschrecke, Wasser und Erdöl. Ohne viel Mühe, hart gegen den Wind, führt das Flaggschiff (Kriegsgöttin) die Flotte an.

7.3 Von Mose bis Moses, 4000 Jahre Christentum

Maße: Höhe 1,95 m, Breite 1,95 m, Tiefe 0,3 m, Gewicht 70 kg; Material: Holz – geschnitzt und bemalt, Landschaft modelliert, Bleiglas

Mose warnt den Pharao, dessen Uneinsichtigkeit die Urgewalten mit herabfallendem Feuer (Fackeln) herbeiführen. Mächtig und erhaben thronen die Pyramiden, mit denen die Verstocktheit des Pharaos dokumentiert wird. Die Antwort darauf ist ein blutüberströmter Nil, wobei zur gleichen Zeit ein Schleier des Todes über den Palast des Pharaos schwebt. Mose reitet danach an den Pyramiden vorbei, die sich demütig vor Mose verbeugen, in die lang ersehnte Freiheit. Angekommen im Land, wo Milch und Honig fließen, stirbt Mose. Lang Zeit später wird er noch verehrt, nur die Neuzeit nennt ihn nicht Mose, sondern Moses. Im Mittelpunkt des Geschehens ist die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten. Oberhalb schließen die Mondberge mit der Nilquelle und dem Sumpfgebiet das Triptychon ab.

8| MODELLE VON BAUTEN IN DER ÄGYPTOLOGIE

8.1 Modell der Cheops-Pyramide im Schnitt (3,5 m hoch) – 8.2 Modell der Cheops-Pyramide mit Umland (10-jährige Baugeschichte) – 8.3 Modell der Cheops-Pyramide mit Umland  (20-jährige Baugeschichte) – 8.4 Modell der Cheops-Pyramide mit Umland (30-jährige Baugeschichte) – 8.5 Modell des Kalabscha Tores

8.1 Modell der Cheops-Pyramide im Schnitt (3,5 m hoch) M: 1 : 50
Modell der Cheops-Pyramide mit Umland (10-jährige Baugeschichte) Vorne die Tura-Steinbrüche mit Verladerampe. Blick über den Nil Hafen, Palast, Taltempel und die dahinter liegenden Kornsilos aus Lehmziegeln. Hinten die Rampe zum Gisa Plateau mit der 10 jährigen Pyramide und den umliegenden Steinbrüchen.
Modell der Cheops-Pyramide mit Umland  (20-jährige Baugeschichte)
Modell der Cheops-Pyramide mit Umland (30-jährige Baugeschichte)
Modell der Cheops-Pyramide mit Umland (30-jährige Baugeschichte)
Modell der Cheops-Pyramide mit Umland (30-jährige Baugeschichte) Mastabas und Königinnen-Pyramiden
Modell des Kalabscha Tores