Band 10 „Die Entstehung des Christentums“

Von den ersten Staaten mit christlicher Staatsreligion – Armenien, 301 n. Chr. – Georgien, 337 n. Chr. – Äthiopien-Jemen, 351 n. Chr.. dem ersten Kruzifix (Kreuzigung Jesu, 890 n. Chr.), zu den 617 beschriebenen Klöstern bis in das Jahr 1500 n. Chr. und den 23 antiken Kirchen in Vorderasien und am Nil.

ISBN 978-3-982161167 – Arnold LammUlm-Aachener Hobby-Ägyptologen

Geliefert: NEU, 1. Auflage Band 10 von 2020, 188 Seiten. Kosten: EUR 36,50, wird kostenlos versichert mit Hermes verschickt.

Bilder-Cover Vorderseite:

Im Dorf Enghausen, im Landkreis Freising, befindet sich in einer kleinen Dorfkirche das älteste Kruzifix (Kreuzigung Jesu) der Welt. Die Radiokarbonmessung hat ergeben, dass es etwa aus dem Jahr 890 n. Chr. stammt. Vermutlich wurde dieses Kreuz in der Werkstatt der Mönche des in der Nähe liegenden Benediktinerklosters Moosburg, gefertigt. Nach der Fertigstellung breitete sich eine andere Glaubensvorstellung aus. Jesus muss als Leidender dargestellt werden. Ein lächelnder Jesus mit offenen Augen war nach der neuen Glaubensvorstellung nicht tragbar. In der nachfolgenden Zeit wird keine Darstellung von Jesus als Nichtleidender gefertigt. Das Enghausener Kruzifix ist nicht nur die erste, sondern die wohl auch einmalige Darstellung der Kreuzigung. Nach der Änderung des Anbindens ans Kreuz zum viermaligen Annageln, hat ein Künstler in späterer Zeit die Fußstütze, die Wundmale und das Schild INRI angebracht. Die Änderung der Beine ist deutlich zu sehen. Der Künstler, der die Nägel in Händen und Füßen zufügte, erkannte zu Recht, dass die Nägel im Fleisch keinen Menschen am Kreuz halten können und fügte aus diesem Grund zusätzlich eine Fußstütze hinzu. Bilder: Erzbischöfliches Ordinariat München, Hauptabteilung Kunst, Fotos: Achim Bunz

Bilder-Cover Rückseite, oben von links:

Bilder-Cover Rückseite, unten von links:

Buchinhalt

Das Buch mit 192 Seiten und 480 Farbfotos zeigt den Weg des Christentums vom Anfang bis ins Jahr 1500 n. Chr. auf. Das Christentum, heute mit 2,3 Milliarden Gläubigen, ist aus dem Judentum hervorgegangen. Diese außergewöhnliche Geschichte wird in Symbiose mit einer sehr umfangreichen Bilddokumentation optisch untermauert.

Bei der hier nur kurz angerissenen Klosterbaugeschichte kann man erahnen, welch ungeheuerliche Leistung, welcher Einsatz, welche Hingabe, welche Fantasie, Organisationsbegabung und technisches Können hinter dem Werk der Nonnen und Mönche steckten. Wenn man nur die 900 Jahre Kloster- Baugeschichte (bis 1500) in Deutschland betrachtet, so gibt es kein Reich, das solch eine Bauleistung ohne Sklaven, in dieser kurzen Zeit erbracht hat. Auch mit dem alten Ägypten und dem römischen Reich mit seinen Sklaven können sich die Bauleistungen messen. Dabei sind die Leistungen und Anfertigungen von Fresken, Goldschmiedearbeiten, Schriften und Büchern nicht einmal berücksichtigt. Ferner muss man erkennen, dass viele Klöster durch Krieg und Zerstörung, mehrmals neu errichtet worden sind. Das Gleiche gilt für die Fertigung goldener Kunstwerke und Bücher, die geraubt wurden oder den Flammen zum Opfer fielen.

 „Wem der Glaube selbst keinen Eindruck gemacht haben sollten (Kunstobjekte und bauliche Leistungen), der wird durch diese Dokumentation zweifellos sein Versäumnis erkennen. Hier verhält es sich anders als bei den später errichteten Kathedralen oder wie beim Bau des Petersdoms in Rom. Zu dieser Zeit gab es noch nicht die großen Handwerksgilden mit Handwerkern, die von Bauwerk zu Bauwerk durch ganz Europa reisten. Die Nonnen und Mönche bauten ihre Klöster an einsam gelegenen Orten und von Stadtgebieten entfernt, sie konnten sich finanziell keine Handwerker leisten und man kann zu Recht sagen:

„Glaube versetzt Berge.“

1. DIE CHRISTENVERFOLGUNG

1.1 Vorwort

Um sich in die Zeit des 1. und 2. Jahrhunderts nach der neuen Zeitrechnung hineinzuversetzen, ist eine historische Betrachtung des Christentums in dieser Zeit erforderlich. Wenn in diesem Buch das Wort „Christenverfolgung“ genannt wird, darf man es nicht wörtlich nehmen. Der Name Jesus Christus wurde erst nach dem 3. Jahrhundert der neuen Zeitrechnung von den Griechen aus dem Tanach der Juden übernommen.

                  Hebräisch: Jehoschua – Maschiach (Tanach – altes Testament)

                  Griechisch:          Iesous – Messias (Christos)

                  Lateinisch:          Jesus – Christus

Zu dieser Zeit gab es in keiner antiken Stadt größere christliche Gemeinschaften. In Rom waren Christen in sehr geringer Anzahl vorhanden, die sich nur im Geheimen trafen. In der Entstehungszeit des Christentums in Rom waren die Gläubigen meist heimgekehrte Legionäre. Diese mussten ihren neuen Glauben geheim halten, weil sie bei Bekanntwerden sofort vom Militärdienst entlassen worden wären. Das änderte sich ab 300 n. Chr., als sich eine größere Anzahl von Soldaten für den christlichen Glauben entschieden hat. Normalerweise haben sich die Christen in den Wohnhäusern getroffen. Als die Glaubensgemeinschaft zu groß wurde, traf man sich in den Steinbrüchen (Katakomben) unterhalb Roms. Wenn geschrieben steht, dass Kaiser Nero die Schuld des großen Brandes vom Juli 64 n. Chr. den Christen zugesprochen hat, ist das historisch nicht möglich, weil zu dieser Zeit kaum Christen in Rom waren. Ein weiteres Beispiel: Es wird in einem Schriftstück die Christenverfolgung handschriftlich dokumentiert. Dieses Schreiben stammt aus dem 11. Jahrhundert also 1000 Jahre danach. Richtigerweise muss es Judenverfolgung heißen, da sich das Wort „Christ“ erst im 3. Jh. aus dem Griechischen entwickelte. Im Jahr 49 n. Chr. wurden die Juden aus Rom und 70 n. Chr. aus Jerusalem verbannt, aber nicht eine unbekannte Sekte.

Den meisten römischen Herrschern ging es nicht um die Unterdrückung einer bestimmten Religionsgemeinschaft, sie haben nie zwischen Christen und Juden unterschieden. Nur wer die römischen Gesetze missachtete und Unruhe stiftete, wurde verfolgt. Der Hauptgrund für eine Verfolgung war immer die Geldnot des Kaisers. Aus der Biografie des Kaisers Claudius ist zu lesen, dass er die Juden im Jahr 49 n. Chr. aus Rom verbannen ließ, weil sie ständig Unruhe erzeugten. Nach der Verbannung beschlagnahmte er ihre Besitztümer. Diese Niederschrift nennt man das Claudius-Edikt. Das Mysteriöse in diesem Edikt ist, der Anführer der Juden wird mit Chrestus benannt. Auch wenn es zu dieser Zeit den Namen Christus noch nicht gab, so lässt diese Ähnlichkeit manche Historiker nicht mehr los.

Um 100 n. Chr. schreibt Paulus in seinen Briefen, dass die christlichen Gemeinden in Griechenland, Türkei, Syrien und Judäa große Schwierigkeiten hatten. Die Verfolgung kam größtenteils nicht von den Römern, insbesondere in Judäa, sondern von den Juden selbst. Diese Anhänger einer andersartigen Religion waren Juden und sind aus der Religion des Judentums entstanden. Deshalb war die Frage der ersten Christen: „Wenn ein Heide (nicht Jude) Christ werden wollte, ob er sich beschneiden lassen müsse.“ Im Jahr 45 n. Chr., im sogenannten Apostelkonzil in Jerusalem wurde beschlossen, jeder Heide, der kein Jude ist, braucht sich nicht beschneiden zu lassen, um Christ zu werden. Um die Zeit des 1. und 2. Jahrhunderts waren die christlichen Gemeinschaften in Judäa spärlich vertreten. In den Gemeinden Griechenlands, der Türkei und Syriens gab es bereits größere Gemeinden, dem ein Bischof vorstand. In dieser Zeit gab es in Ägypten bereits über 100 Klöster für Männer und im 4. Jh. auch für Frauen. Das erste Frauenkloster entstand um 352 n. Chr. in Pontius, in der heutigen Türkei. Im nahegelegenen Armenien wurde im Jahr 301 n. Chr. das Christentum als Staatsreligion eingeführt, in Georgien um 337 n. Chr. und in Äthiopien-Jemen 351 n. Chr. (Das Reich Aksum). Das Christentum war in Judäa kaum vertreten, dafür sind andere Glaubensgemeinschaften in dieser Zeit umso stärker vertreten, wobei alle Religionen, bzw. Gruppen, Juden waren und aus der Religion des Judentums entstanden sind. So bildeten sich die Zeloten (Eiferer), Gnostiker, Häretiker, Markioniter, Karpokratianer und die Samariter. Berühmt wurden die Zeloten, als sie gegen die römische Besatzung 68 n. Chr. revoltierten und 74 n. Chr. in der Festung Masada alle umkamen. Wie oft berichtet, haben die Verteidiger Selbstmord verübt, was aber in keiner historischen Schrift belegt wird. Etwa 1000 Verteidiger starben, zwei Frauen mit fünf Kindern überlebten. Zur Bestrafung wurde der Tempel in Jerusalem niedergerissen. Nachdem der Bar Kochbar Aufstand (135 n. Chr.) niedergeschlagen wurde, löschten die Römer den Namen Judäa aus und nannten ab da die Provinz „Syria Palaestina“, aus der dann später der Name der Region „Palästina“ hervorging. Alle Juden mussten Jerusalem verlassen, ebenso alle Sekten des Judentums. Für die Römer waren sie alle Juden, es gab keinen Unterschied zwischen den Glaubensausrichtungen.

Wie sich die Nachwelt die Christenverfolgung vorstellt

Henryk Siemiradzki, polnischer Maler (1897): Eine Christin, an den Hörnern eines Stieres gefesselt erleidet den Märtyrertod. Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (cyfrowe.mnw.art.pl-8.8.2012) gemeinfrei, auch USA
Jean-Leon Gerome, französischer Maler (1863-1883): Märtyrertod durch Verbrennen und Wildtiere Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (Walters Art Museum-24.2.2014) gemeinfrei, auch USA
Henryk Siemiradzki, polnischer Maler (1877): Christen werden wie Fackeln verbrannt und finden den Märtyrertod Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (www.abcgallery.com-7.3.2009) gemeinfrei, auch USA

1.2 Die Christenverfolgung mit Märtyrertod

Ob in religiösen oder politischen Gemeinschaften, es wird in der Geschichte immer heroisch, wenn die Menschen über ihre Vorfahren Niederschriften verfassen, insbesondere wenn sie der gleichen Glaubensgemeinschaft angehören, wie der Verfasser selbst. Hiermit will der Verfasser das Märtyrertum als ein außergewöhnliches Geschehen dokumentieren, um dadurch mit Stolz aufzuzeigen, dass er dieser besonderen Gruppe angehört. Zum Beispiel ist nachgewiesen, dass einige christliche Märtyrer nicht existiert haben und reine Fantasien des Verfassers sind.

Um 1050, Georgien, Kloster Gelati: Bild: WIKIMEDIA COMMONS/ WIKIPEDIA (U.S. Embassy Georgia-19.5.2014) gemeinfrei, auch USA.

Die Vorstellung, dass verfolgte Christen von Tieren gefressen werden, wird zum ersten Mal, etwa um 1050 n. Chr., im Kloster Timotessubani in Georgien gezeigt. Die Fresken zeigen auf, wie ein Löwe einen Menschen verschlingt. Ferner zeigen sie, dass Menschen von Elefanten, Krähen und  Vögeln verschlungen werden. Solche Fresken beweisen, dass die Darstellungen mit der Realität nichts zu tun haben, und es sich um Fantasiedarstellungen von Mönchen handelt. Das in der Nähe liegende Kloster Gelati zeigt das Fresko eines Erhängten, was eine einmalige Darstellung in einem Kloster ist. Solch ein Märtyrertod ist möglich und auch nachvollziehbar.

Um 1050, Georgien, Kloster Timotessubani: Ein Löwe aus dessen Maul ein kompletter Arm heraus schaut. Bild: WIKIMEDIA COMMONS/ WIKIPEDIA (Harris J.-4.8.2012) gemeinfrei, auch USA.

3.3 Die Entstehung des Kreuzzeichens als christliches Symbol

Das Symbol der Glaubensgemeinschaft der Kopten/Christen im 3. Jahrhundert war das PX (Christogramm). Gut erkennbar ist dies auf den ersten Grabtüchern, die in den Gräbern der Kopten in Alexandria gefunden wurden. Zur gleichen Zeit entwickelte sich in Ober-Ägypten aus dem Anch (das Lebenszeichen aus der pharaonischen Zeit) das Kreuzzeichen. Das Anch-Symbol ist in der alten ägyptischen Hieroglyphenschrift das Zeichen für das ewige Leben. Die Römer nannten es Henkel-Kreuz, so wie es auch noch heute genannt wird. Das Henkel-Kreuz ist in der ägyptischen Mythologie ein Attribut der Götter; diese hielten es dem Pharao an den Mund und gaben ihm somit das ewige Leben ein. Diese Darstellung durfte in keinem Tempel oder Königsgrab der Pharaonen fehlen. Die christlichen Nachkommen der Pharaonen, die Kopten, übernahmen das Henkel-Kreuz als Symbol für das ewige Leben. Das Henkel-Kreuz hat verbreiternde Enden und oben einen Handgriff. Zuerst wurde das Henkel-Kreuz in Form des ägyptischen Anch-Symbols (schräge Seiten, oben mit Ring) in vielerlei Darstellungen der koptischen Gräber dargestellt.

250 km westlich von Luxor erstreckt sich in der Wüste die Oase Kharga. 1 km entfernt vom Stadtkern El Kharga liegt die einmalige christliche Nekropole, El Bagawat. Auf einem Höhenzug befinden sich 263, aus Lehm errichtete, Grabkapellen. Mitten im Gräberfeld steht eine imposante Kirche. Errichtet wurde diese Nekropole von verfolgten Christen im 2 bis 5. Jh. n. Chr., die aus Alexandria geflohen waren. Die mit Kuppeln gedeckten Gräber beherbergen gut erhaltene Malereien wie Adam und Eva, Flucht nach Ägypten, die Arche Noah und Jonas, der vom Walfisch ausgespuckt wird. Ferner den Auszug aus Ägypten, Abraham, der Isaak opfert und Daniel in der Löwengrube. In einer der Kapellen ist an den Wandseiten das Anch- Kreuzzeichen (schräge Seiten oben ein Ring) zu sehen. Von dem angebrachten Anch- Kreuzzeichen wurde die Hälfte des Henkels entfernt, indem der Lehmputz abgekratzt wurde. Darüber malte man später zwei neue Kreuze mit vier geraden Schenkeln. Hier ist gut zu erkennen, dass das Kreuzzeichen von den Pharaonen übernommen wurde (mit Henkel)  und dann um 300 n. Chr. zum Kreuz mit vier schrägen Schenkeln wurde. Für ihre christlichen Kultbauten übernahmen die Kopten, die bereits erstellten Tempel der alten Ägypter. In Dendara und Assuan wurden die Tempel zur Kirche umgebaut. Als Christen-Symbol wurde das Anch-Symbol (ohne Henkel) am Eingang des Gotteshauses eingeschlagen. Das Kreuz hat verbreiternde Enden wie beim Anch-Symbol der alten Ägypter, aber mit gleichlangen Schenkeln.

Links: Das Pharaonische Anch Symbol, das von den Kopten in Ober-Ägypten übernommen wurde. Aus diesem entstand in Ober-Ägypten zum ersten Mal das gleichschenklige Kreuz mit schrägen Schenkeln. Rechts: Das gleichschenklige Kreuz in einer christlichen Kapelle, die im ägyptischen Hathor Tempel von Dendara (400 n. Chr.) in Mittelägypten errichtet wurde. Bilder: www.hobby-aegyptologen.de  

250 km westlich von Luxor liegt die Oase Kharga el-Bagawat. In den Bestattungskapellen ist zu sehen, wie das erste Kreuzzeichen der Kopten aus dem Henkelkreuz entstand (200-250 n. Chr.). Nach der Änderung zum gleichschenkligen Kreuz hat man den Putz mit Henkel entfernt und darüber die neue Ausführung, das gleichschenklige Kreuz, gemalt. Bilder: www.hobby-aegyptologen.de  

Am Eingangstor (Pylon) der Tempel der alten Ägypter, wurde das gleichschenklige Anch-Kreuz eingemeißelt, wie hier an den Tempelgebäuden auf der Insel Philae-Agilkia bei Assuan. Ferner wurde im Heiligtum eine Apsis mit Altar errichtet und eine Kirche entstand (500 n. Chr.) Bilder: www.hobby-aegyptologen.de

Die erste Kreuzdarstellung, in Form des ägyptischen Anch ohne Henkel, erscheint in den ägyptischen Gräbern und auf einer Münze des Nachfolgers von Ezana, Mehadeyis, Herrscher von Aksum, im heutigen Äthiopien (360 n. Chr.). Die erste Darstellung eines Kreuzes mit einem geraden Schenkel findet sich in den ägyptische Gräbern und 614 auf einer Münze aus der Zeit des äthiopischen Herrschers Armah. Das byzantinische Kreuz, das ebenfalls aus dem ägyptischen Anch-Symbol entstand, hat den längeren Schenkel, wie beim originalen Anch-Symbol. Das Kreuz der byzantinischen Kirche wurde auch von der griechisch-orthodoxen Kirche übernommen und kam über Griechenland und Rom nach Deutschland. Bei späteren Darstellungen der Kreuzigung Jesu hat sich das Kreuz mit dem längeren Schenkel durchgesetzt und die schrägen Seiten wurden gerade.

3.4 Die Übernahme des Kreuzzeichens (Anch-Kreuz) in Westeuropa

Das gleichschenklige Anch-Kreuz wurde etwa im 5. Jahrhundert zuerst auf der Stola des Papstes angebracht und dann bei den Bischöfen. Später durften Priester mit solch einer Stola die Messe zelebrieren. Heute tragen noch der Papst und die Bischöfe auf der Stola und Talaren das Anch-Symbol mit gleichschenkligem Kreuz und schrägem Schenkel, wenn sie in den Petersdom schreiten.     

Die bekannteste Kreuzdarstellung in Deutschland mit dem Anch-Symbol wurde um 800 n. Chr. im Aachener Dom in die Marmorverkleidungen eingearbeitet. Darunter die Weltkugel als Symbol der Macht des Christentums. Das Kreuz der byzantinischen Kirche wurde auch von der griechisch-orthodoxen Kirche übernommen. Über Griechenland und Rom kam es nach Deutschland. In der Antike spaltete sich das römische Reich in ein Westreich mit dem Zentrum Rom und ein Ostreich mit mehreren christlichen Zentren. Im Westen bildete sich eine einheitliche lateinische Kirche um Rom, die sich in der Reformationszeit in zwei Blöcke spaltete (Rom / Konstantinopel). 

Im Aachener Dom (800 n. Chr.) ist das Lebenszeichen der Kopten, das sie von den alten Ägyptern übernommen haben, ohne Henkel in Marmor ausgeführt. Darunter die Weltkugel als Macht-Symbol des Christentums. Um 800 war die Glaubensvorstellung, dass Jesus am Kreuz hingerichtet wurde, noch nicht entwickelt. Dies geschah erst 100 Jahre später in Bayern, wie es unter dem Abschnitt Kruzifix unten beschrieben wird. Bilder: www.hobby-aegyptologen.de

Bei der Gestaltung von Orden wurden das Malteserkreuz und das Eiserne Kreuz von dieser gleichschenkligen Anch-Form mit schrägen Seiten übernommen.

Links: Formen des Eisernen Kreuzes von 1813 bis 1870 nach Louis Schneider (Louis Schneider-20.2.2012) Rechts: Orden vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem, 1947 und 1976 als Anch-Kreuz (Rei Momo-13.9.2008) Bilder: WIKIMEDIA COMMONS/ WIKIPEDIA gemeinfrei, auch USA.

4. Die Entstehung des Kruzifixes (Kreuzigung Jesu)

Eine historische Vorbetrachtung, warum es mit größter Wahrscheinlichkeit keine Kreuzigungen für Verurteilte geben konnte:

Holz: Ägypter, Griechen, Perser, Seevölker, Römer, und die Phönizier – all diese Völker haben die für ihre Flotten benötigten Holzstämme aus dem Mittelmeerraum bezogen. Da Holz zur Römerzeit ein sehr rarer Rohstoff war, wurden Holzstämme in der Zeit um Christi Geburt, 100-200 km über das Land bis zum Mittelmeer transportiert und von dort verschifft. Die Küste des Mittelmeerraumes war zu dieser Zeit bereits bis zu 200 km landeinwärts abgeholzt. Zum Beispiel hatte die persische Flotte ca. 1.000 Schiffe im Mittelmeer, wobei ein Schiff fast so groß wie ein Fußballplatz war. Nicht nur für den Schiffsbau wurde Holz benötigt. Die Römer holzten die griechischen Inseln und Küsten ab, um Brennholz für ihre Fußbodenheizung zu erhalten, weil in Italien kaum noch Bäume und somit Holz zur Verfügung standen.

Gegenüber den Transport- und Kriegsschiffen der Perser und Römer, waren die Schiffe der Ägypter verhältnismäßig kleine Nussschalen. Zeichnung: www.hobby-aegyptologen.de

Das römische Judäa war die Provinz mit den meisten Aufständen und infolgedessen mit den meisten Hinrichtungen im römischen Weltreich. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Römer das teure Holz für Kreuze hergaben, da sie es für den Flottenbau und Kriegsgerätebau nötiger brauchten. Nachweislich stammt aus alten überlieferten Schriften, dass die Hinrichtungen und die Beerdigungen auf einem bis heute nicht identifizierten Hügel außerhalb Jerusalems mit dem Namen „Ort des Schädels“ stattfanden, der auch so in der Bibel benannt wird. Zur Hinrichtung wurden die Verurteilten an die Bäume angebunden. In diesem Zusammenhang ist auch der in der Bibel erwähnte Lanzenstich zu nennen. Die römischen Wachmannschaften mussten so lange Wache halten, bis der Verurteilte verstorben war. Dies wurde durch einen Lanzenstich überprüft. Die Christen nannten diesen Berg später „Golgotha“. Hier wurden Verstorbene in offenen Gräbern beerdigt, die Römer verwendeten diesen Berg als Hinrichtungsstätte, auf dem Verurteile an Bäumen gebunden wurden bis der Tod eintraf.

Die gewöhnliche Bestattung fand von Griechenland bis Ägypten in offenen Gruben statt und die in damaliger Zeit zu Millionen lebenden Bartgeier brachten die Toten ins Jenseits. Sie verschlangen alle Knochen bis nur noch der Schädel übrig blieb, deshalb wurde der Berg „Ort der Schädel“ genannt. Insbesondere der Bartgeier, dessen Nahrung aus 80 % Knochen besteht, war der Nutznießer dieser offenen Bestattung. Um an das Knochenmark zu kommen, verschluckt er komplette Knochen, oder er lässt sie aus großer Höhe herunterfallen, um sie zu verkleinern. Deshalb durfte in keinem ägyptischen Tempel die Geiergöttin am Deckenbalken fehlen, die den Verstorbenen ins Jenseits brachte. Bei den Etruskern, Germanen, Römern und Griechen waren bereits früh die Brand- und auch die Körperbestattung in Gräbern entstanden. So sind die Bartgeier in Italien und Griechenland um die Zeitenwende bereits ausgestorben. Später starben die Geier auch im Vorderen Orient und in Nordafrika aus, als Christen, Juden und Muslime allgemein die Erdbestattung durchführten.

Handwerker: Selbst wenn ausreichend Holz zur Verfügung gestanden hätte, wäre der Kostenaufwand für die Herstellung eines Kreuzes zu groß gewesen. Zwei Handwerker hätten mit den damals bekannten Werkzeugen sehr viel Zeit benötigt, um ein Kreuz herzustellen. Vor allem waren solche Handwerker Spezialisten und wurden für viel wichtigere Arbeiten, wie etwa den Bau von Galeeren, benötigt. Besonders darf nicht außer Acht gelassen werden, dass jährlich hunderte Verurteilte in Judäa hingerichtet wurden.

Antikes Werkzeug: A) Beil, B) Säge, C) Beitel, D) Dechsel, E) Bohrer,  Nivelliergerät, Winkel, Lot Zeichnung und Bild: www.hobby-aegyptologen.de

Nägel: Die Metallverarbeitung war äußerst aufwändig und die Gewinnung von Metallen sehr teuer. Man brauchte für die Metallherstellung Holzkohle, also Bäume. Deshalb kann man annehmen, dass geschmiedete Nägel bei Hinrichtungen keine Verwendung fanden und für den Galeerenbau eingesetzt wurden. Zudem ist es nicht möglich, dass das Gewicht eines menschlichen Körpers an einem Kreuz mit nur zwei Nägeln in den Händen getragen werden kann. Wie aus Schriften bekundet wird, wurden die Verurteilten an den Bäumen mit Seilen aus Palm-Bast angebunden.

Kruzifix: Vor dem 12. Jahrhundert findet sich das Kruzifix, die Darstellung der Hinrichtung von Jesus am Kreuz, selten. Im Dorf Enghausen, im Landkreis Freising, befindet sich in einer kleinen Dorfkirche das älteste Kruzifix (Kreuzigung Jesu) der Welt. Die Radiokarbonmessung (C14 Methode) hat ergeben, dass es etwa aus dem Jahr 890 n. Chr. stammt. Vermutlich wurde dieses Kreuz in der Werkstatt der Mönche, des in der Nähe liegenden Benediktinerklosters Moosburg, gefertigt. Nach der Fertigstellung breitete sich eine andere Glaubensvorstellung aus. Jesus muss als Leidender dargestellt werden. Ein lächelnder Jesus mit offenen Augen war nach der neuen Glaubensvorstellung nicht tragbar. In der nachfolgenden Zeit wird keine Darstellung von Jesus als nicht Leidenden gefertigt. Das Enghausener Kruzifix ist nicht nur die erste, sondern auch eine einmalige Darstellung der Kreuzigung. Nach der Änderung der Darstellung des Anbindens am Kreuz zum viermaligen annageln, hat ein Künstler in späterer Zeit die Fußstütze, die Wundmale und das Schild INRI angebracht. Die Änderung der Beine ist deutlich zu sehen. Der Künstler, der die 4 Nägel in Händen und Füßen hinzufügte, erkannte zu Recht, dass die 4 Nägel im Fleisch keinen Menschen am Kreuz halten können, und fügte aus diesem Grund zusätzlich eine Fußstütze hinzu. Diese ist als Ungeheuer (das Böse) gestaltet, das die Zunge herausstreckt. Wie die Abbildung zeigt, wurden die Beine getrennt angenagelt, so wie es auch beim Kölner Kreuz erfolgte (ca. 976 n. Chr.). Das Schild mit den Initialen I.N.R.I. (Jesus von Nazareth, König der Juden) wurde ebenfalls erst in späterer Zeit hinzugefügt. Johannes berichtet, dass die Römer ein Schild mit der Aufschrift „Jesus von Nazareth, König der Juden“ in drei Sprachen (Hebräisch, Griechisch, Latein) angebracht hätten. Es ist schwer vorstellbar, dass die Römer sich solch eine Arbeit bei den Verurteilten gemacht haben und diesen dann auch noch als König betiteln. Auch ist zu beachten, dass zu dieser Zeit sicherlich Hunderte Rebellen und Aufwiegler im Jahr hingerichtet wurden. Belegt ist, dass die Bekanntmachung der Schuld eines Verurteilten öffentlich erfolgte. So wurde, wie es heute noch üblich ist, vor der Urteils-Verstreckung das Urteil vorgelesen. Der Grund der Verurteilung von Jesus ist bis heute nicht bekannt. Dass er sich, so wie es Aufzeichnungen aus späterer Zeit belegen „König der Juden“ nannte, ist einem Todesurteil gleichgekommen. Sich einen Königstitel anzueignen, darauf stand die Todesstrafe. Wahrscheinlich wurde er als Aufwiegler verurteilt. Das spätkarolingische Kruzifix aus Enghausen ist ein Beispiel dafür, wie sich der Glaube und somit die sakrale Kunst mit der Zeit veränderte. Als sich der Glaube änderte (Darstellung Jesu als Leidender oder Toter), veränderte sich damit das Kruzifix. Beim Enghausener Kreuz wurde wissenschaftlich bewiesen, dass die Ergänzung des Annagelns und das Schild mit der Inschrift I.N.R.I, in später Zeit ergänzt wurden. Auch wurden, die Wunden später erstellt. Die neue Glaubensvorstellung, Jesus als Leidenden mit Dornenkrone oder sogar als Toten darzustellen, konnten an diesem Kruzifix nicht mehr umgesetzt werden. Somit war das Kruzifix für die Glaubenslehre nicht mehr brauchbar und wurde in einer kleinen Kirche im kleinen Dorf Enghausen entsorgt. Der Erzbischof Gero von Köln ließ 976 ein Kruzifix herstellen, das bereits einen leidenden Jesus mit angenagelten Füßen zeigt, wobei die Dornenkrone und die Wundmerkmale fehlen. Trotzdem hängt es noch heute im Kölner Dom. Der Grund, warum dieses Kreuz nicht entsorgt worden ist, weil Jesus an diesem Kreuz als Leidender dargestellt wurde.

Nur bei einer Hinrichtungsart, der Pfählung, wurde Holz verwendet, und zwar ein schmaler Holzstock. Diese Hinrichtungsart wurde vom antiken Ägypten und von den antiken Persern durchgeführt, auch im frühen Islam gab es Pfählungen. Der rumänische Fürst Vlad III. Draculea führte im 15. Jahrhundert einen Krieg gegen das Osmanische Reich, weil die Forderungen der Abgaben immer größer wurden. Die osmanischen Unterhändler, die das Geld abholen sollten, ließ er pfählen. Die Pfählung war in Rumänien zu dieser Zeit noch üblich und vor jeder Stadt wurden gepfählte Diebe und Mörder zur Warnung aufgestellt. So geschah es auch mit der Vorhut des osmanischen Heeres. Er erfand eine neue Kriegstechnik, die erst hunderte Jahre später wieder angewandt wurde, der Partisanen Krieg, wobei sie auch nachts kämpften, was zu dieser Zeit unüblich war. Ferner ließ er eigene Städte niederbrennen, er vergiftete Brunnen, an dem das osmanische Heer vorbeiziehen musste. Weiterhin überfiel er nachts die Lager der Osmanen und zerstörte Deiche und setzte große Landstriche unter Wasser. Nach der Überlieferung ließ er 20.000 bis 30.000 osmanische Gefangene und bulgarische Muslime pfählen und auf dem Weg, die das osmanische Hauptheer nehmen musste, aufstellen. Unter diesen Hingerichteten war auch der Pascha Hamza, ein Verwandter des Sultans. Als der Sultan diese Grausamkeit sah, befahl er den Rückzug. Aus dieser Geschichte um den Fürsten Vlad III. Draculea, ist später die Geschichte vom blutsaugenden Vampir Dracula entstanden.

Hieroglyphe Pfählung: In Ägypten, Persien und im Islam sind Pfählungen angewandt worden. Zeichnung: www.hobby-aegyptologen.de

9. Antike Kirchen am Nil und im vorderen Orient

Syrien – Dura Europos um 232 n. Chr.: Hauskirchen von Dura Europos

In der antiken Stadt, deren Ausgrabungen erst im 20. Jh. begonnen haben, sind erst 50 % der Stadt freigelegt. Die Stadt liegt in Syrien am Euphrat und in der Nähe der irakischen Grenze. Im römischen Reich wurden sie und die 200 km entfernten Stadt Palmyra zur Grenzfestung für das römische Reich mit römischen Kastellen ausgebaut. In dieser Stadt wurde die älteste christliche Hauskirche ausgegraben, mit gut erhalten Fresken. Einige Häuser weiter legte man eine Synagoge frei, deren ausgemalten Wänden die Archäologen überraschten. Der Umbau vom Wohnhaus zur Kirche wird durch eine Inschrift im Putz dokumentiert. Im größten Raum befand sich auf einem Podest der Altar und wie es bis heute üblich ist, an der Ostwand. Der Raumwände waren alle mit Fresken ausgemalt. Neben dem Altar war eine Türe, die wahrscheinlich in die Sakristei führte. An der Wand befanden sich steinerne Bänke, wie es in den Kultkammern der damaligen Gräber üblich war. Stuhlreihen wie man sie heute kennt, gab es nicht. Etwa im Jahr 250 n. Chr. wurde am Hof eine Taufkapelle (Baptisterium) angebaut. Das Datum konnte genau festgelegt werden, da im Schutt Münzen gefunden wurden. Das Taufbecken an der Westwand wurde mit 2 Säulen umfasst. Ebenso wie im Altarraum waren die Wände komplett mit Fresken bemalt und gehören zu den schönsten und best erhaltenden Fresken der Kirche. Die Zimmerdecke konnte durch Fragmentfunde rekonstruiert werden. So war sie dunkelblau mit gelben Sternen versehen, die den Sternenhimmel symbolisierten. Die Gemälde zeigen Adam und Eva, den guten Hirte mit Schafe und weiß gekleidet Frauen halten Fackeln und Gefäße in der Hand die durch die weißen Gewänder als Priesterinnen gedeutet werden. 

Dura Europos: Neben der Kirche liegt die Synagoge mit herrlichen Gemälden. Im Bild wird Moses aus dem Nil errettet. Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (5.5.3017) gemeinfrei und USA
Dura Europos: Triumph des Mordechai. Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (20.2.2011) gemeinfrei und USA

Ägypten – Oase Kharga um 400 – 500 n. Chr.: Kirche in el-Bagawat

Die Oase liegt 200 km westlich von Luxor in der Libyschen Wüste. Außerhalb des Ortes El-Charga, liegt mitten in der christlichen Nekropole el-Bagawat, die Kirche aus dem 5. Jh. Die 20 m lange Kirche wird durch zwei Säulenreihen unterteilt, die den Chorraum in einem dreischiffigen Raum unterteilt, der mit 6 m hohen Umfassungsmauern umschlossen wird.

Dreiteiliges Kirchenschiff, an der Altarwand Nischen für Statuen. Bild: www.hobby-aegyptologen.de

10. Zeittafel: Geschichte des Christentums

Einige Punkte, warum das Christentum so erfolgreich wurde:

Jesus stellte die Nächstenliebe in den Mittelpunkt. Hilfe und Almosen wurde in dieser egoistisch geprägter Zeit zum Markenzeichen des Christen.

Jeder Mensch, ob fromm oder Sünder darf daran glauben, , dass Gott sich ihm persönlich annimmt, und die Liebe Gottes jede Seele zu etwas Einzigartigem macht.

Für Jesus ist selbst der Feind ein Kind Gottes.

Zu dieser Zeit war es unmöglich, dass sogar Zöllner, Dirnen und Sklaven Kinder Gottes sind.

Jesus nahm sich der armen Leute an und gab ihnen Gehör. Für die selbstgerechten Pharisäer waren diese keine Gläubige, weil sie keine Opfergaben abgaben und somit ihre Einnahmen schmälerten.

Jesus ging davon aus, dass der Körper ein Gefängnis der Seele sei und das Reich Gottes die Erlösung.

Im Glauben der Germanen und der Nordmänner kam nur der nach Walhalla (Paradies), der mit dem Schwert in der Hand stirbt. Kinder, Frauen und Greise konnten somit nicht ins Paradies gelangen. 

n. Chr.EreignisBeschreibung
ca. 7. v. Chr.Geburt Jesu von Nazareth?Matthäus berichtet als einziger von einem hellen Stern. Astronomisch gab es den 7 v. Chr.
25. Dez.Ägypten: An diesem Tag wurde im Tempel (Mammisi) die Wiedergeburt des Horus, der Sohn von Isis, gefeiert.Die Christen haben diesen Tag für die Wiedergeburt von Jesus Christus übernommen.
ca. 28Hinrichtung von Johannes dem TäuferEr rief zur moralischen Umkehr auf
ca. 30Hinrichtung, jüdischer Prediger mit dem Namen Jesus von Nazareth in Jerusalem auf dem Berg der Schädel bei Jerusalem, später wurde der Berg Golgotha genannt.Hinrichtung, an den Bäumen wurden die Verurteilten angebunden bis zum Tod. Der Tod wurde durch einen Lanzenstich überprüft. Bei Feststellung vom Tod des Verurteilten wurde die römische Wache abgezogen.
ca. 40Spanien: Jahrelange Mission des Apostels Jakobus?Anschließend nach Judäa zurückgekehrt
ca. 40Israel: Anfang, Glaubensgemeinschaft der Samariter, heute etwa 1000 GläubigeWie die Christen, gehen auch die Samariter aus dem Judentum hervor
ca. 40 – 52Indien: Apostel Thomas erreicht Indien und gründet christliche GemeinschaftenVon Jerusalem über Iran, Afghanistan und Belutschistan erreicht er 52 Nordindien
ca. 44 – 49Jerusalem: Apostelkonzil, es wurde zur  Heidenmission die Nichtbeschneidung beschlossen, und keine Speisevorschriften festgelegtHeide war jeder der kein Jude war. Um Christ zu werden braucht man keine Beschneidung. Ferner brauchen die jüdischen Speisevorschriften nicht    mehr eingehalten zu werden.
etwa ab 45Rom: Petrus, ursprünglich Simon, der Fischer aus Judäa, im Neuen Testament tritt er als Sprecher der Apostel in Erscheinung67 in Rom? Märtyrertod? gemäß Bibel hielt er Reden und Predigten in Rom.  Es gibt kein Beweis ob Petrus je in Rom war oder dort umkam. Um diese Zeit gab es keine Christen in Italien.
ca. 471. Paulusreise, er missioniert in Syrien, Türkei, Zypern, Paulus’ missionarisches Wirken wird von etwa 50 Menschen, unterstützt, zu Fuß 18.000 km, per Schiff 11.000 km überbrückt.Christentum erreicht Europa, Begleiter Barnabas, weitere treue Mitarbeiter/innen: Junia, Priszilla, Aquila, Phoibe, Lydia, Silas, Timotheus
ca. 49-522. Paulusreise, er missioniert in Syrien, Türkei, Griechenland, Zypern,Begleiter Barnabas Silas und Timotheus
ca. 49Rom: Kaiser Claudius lässt Juden aus Rom verbannen, wegen Aufsässigkeit und orientalischen Mysterienreligionen. Die Benennung Christen entstand erst um 250Römer kanten keinen Unterschied zwischen verschiedenen Religionen, für sie waren es alle Andersgläubige, die Ihre Götter- und Kaiserstatuen nicht anbeten wollten. Christenverfolgung ist so nicht richtig, es müsste eher Judenverfolgung benannt werden.
ca. 50Griechenland: Paulus gründet Gemeinde1. Gemeinde in Korinth/Griechenland
ca. 52-563. Paulusreise, er missioniert in Syrien, Türkei, Griechenland,Gefangenschaft in Cäsarea bei Jerusalem durch die Juden
ca. 52Indien: Apostel Thomas reist nach IndienEr bekehrt die Brahmanen zum Christentum
ca. 56-644. Paulusreise zum kaiserlichen Gericht in Rom?Um 64 Märtyrertode in Rom? Es gibt keinen Beweis, ob Paulus je in Rom war. In Rom gab es keine Christen
ca. 60Syrien (heute Türkei): In Antiochia entstand die Bezeichnung Christen für die Anhänger Jesu.Aus dem griechischen Wort  Christos (der Gesalbte) entstand Christus (Christen). Im römischen Reich war das Wort Christen lange nicht bekannt
ca. 66-74Judäa: 1. Jüdischer Aufstand gegen die Römer, um 70 Zerstörung von Jerusalem und dem Tempel (Zeloten-, Eiferer Aufstand)74 letzte Bastion (Masada) der Aufständischen erobert, bis auf 2 Frauen und 5 Kinder wurden alle von den Römern getötet (Selbstmord eine Legende?)
ca. 115-117Judäa: 2. Jüdischer Aufstand gegen die Römer, den sogenannten Diaspora-Aufstand.Diaspora-Aufstand wurde er so benannt, weil die Juden nicht nur in Judäa, sondern auch in Ägypten, Zypern, Mesopotamien und Kyrenaika rebellierten
ca. 122England: Errichtung des Hadrianswall, die Entstehung der römischen Provinz Britannia,Die Römer brachten die Religion der Christen mit, es entstanden kleine christliche Gemeinden am Hadrianswall. 407 Abzug der Römer, danach erlosch nahezu das Christentum
ca. 132-136Judäa: 3. Jüdischer Aufstand gegen die Römer unter der Führung von  Simon bar Kochba. Als Ziel der Rebellen waren die Erlösung und die Befreiung. Das wurde auf Urkunden und Münzen, die von Rebellen hergestellt wurden, dokumentiert.Der Verluste der Römer war hoch, da sie mit dem Guerillakrieg zuerst nicht fertig wurden. Der neue Stadthalter befahl alle  Siedlungen den Erdboden gleichzumachen, damit wurden die Rebellion besiegt. Zur Strafe wurde der Landesname Judäa gelöscht und in Syria Palaestina geändert
Ca. 135-200Frankreich: Bischof Irenäus von Lyon und Verfasser zahlreicher christlichen BücherEr gilt als der bedeutendste Theologe im 2. Jh. und prägte den Begriff „Regel des Glaubens“
ca. 160-220Karthago/Rom: Quintus Tertullianus war der erste christliche SchriftstellerEin Kirchenschriftsteller der in Latein schrieb und als Vater des Kirchenlateins gilt
ca. 185-254Ägypten: Origenes aus Alexandria hat mehrere Bücher über das Christentums. Geschrieben. Die bekanntesten 4 Bücher sind „Die Anfänge des Christentums“.Über Jahrhunderte werden es die einzigen Bücher über die christliche Lehre sein. Er verfasste auch Auslegungen der Heiligen Schrift und des Alten Testaments.
ca. 200-258Karthago: Cyprianus war Bischof und ein bekannter Kirchenschriftsteller. Sein berühmter Satz „ außerhalb von unserem Glauben gibt es kein Heil“Er befasste sich ausführlich mit hierarchischen Organisationen des Christentums. 258 wurde er in Karthago enthauptet.
ca. 217Rom: Papst Hippolytos setzt die Geburt Jesus auf den 25. Dezember festUm somit den heidnischen Kult (Sonnenwende) entgegenzuwirken.
ca. 250Rom: Kaiser Decius ordnet an, dass jeder Bürger vor einer Kommission opfern musste. Er wollte Loyalität und die altrömische Religion stärken. Die nicht opfern wollten, wurden als Staatsfeinde zu Zwangsarbeit, Vermögensentzug und Verbannung verurteilt. Nur den Juden wurde aufgrund alter Privilegien erlaubt, stattdessen für Kaiser und Reich zu beten (Beten = mit Geld freikaufen)Es wurden Gnostiker, Häretiker, Arianer, Samariter, Karpokratier, Markioniten, Montansten und Christen verhaftet. Nach der langen kriegerischen Zeit brauchte der Kaiser Geld und so kam er an das Vermögen der Verhafteten. Es ist also Unsinn von einer Christenverfolgung zu sprechen. Die Römer haben zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften keinen Unterschied gemacht. Wenn die Juden sich nicht freikaufen konnten wurden sie auch verfolgt.
um 264-339Israel: Eusebius von Caesarea war ein christlicher Theologe und Schreiber über die  Kirchengeschichte.313 wurde er zum Bischof von Caesarea ernannt. Er leitete die Synode 335 von Tyros, auf der Athanasias von Alexandria exkommuniziert wurde
ca. 284-305Rom: Unter Kaiser Diokletian fand die erste Verfolgung der Christen statt. Hier entstanden die zahlreichen Legenden des Märtyrertums und der Zulauf wurde noch zahlreicher. Menschen wurden nicht verbrannt, weil auch Holz zu teuer war.  Die christliche Gemeinschaft war zahlenmäßig so groß geworden, dass der Kaiser eine Gefahr in dieser Gemeinschaft sah. Die Säuberung beim Heer, wer nicht opfert, wird entlassen. Wenn ein Kleriker nicht opferte, wurde er verhaftet und es wurden sämtliche heiligen Bücher verbrannt.
ca. 295-373Athanasius der Große war Patriarch von Alexandria. Streit mit Arius wegen der Wesensgleichheit zwischen Gott und Gottes SohnDie Arianer glaubten, dass Gott den Sohn geschaffen hat aber er kein wahrer Gott sei. So wie die Griechen mit ihren Halbgöttern (Von Gott mit einem Menschen gezeugt)