„ÄGYPTOMANIE“ Autor: Arnold Lamm

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Band 3: ÄGYPTOMANIE – Biografie einer Leidenschaft

ISBN 978-3-982161136 – Ulm-Aachener Hobby-Ägyptologen

2. Ausgabe: Juli-2019, 120 Seiten. Kosten: EUR 14,00, Buch wird kostenlos versichert mit Hermes verschickt.

Buch 120 Seiten, 21 cm x 29,7 cm, Hardcover mit Fadenbindung, farbig, Einband mit Cellophanierung

„Erst wer die Fülle ägyptischer Literatur kennt, sie als Wurzel unserer eigenen erfahren hat, den formalen wie stofflichen Reichtum erfasst und die Nähe zu gegenwärtigen Fragen verspürt, der erst stößt durch den Moder der Grabräume hindurch zum Herzen des alten Volkes.“ (Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut †)

Buchbeschreibung

Diese Biografie mit außergewöhnlichen und abenteuerlichen Begebenheiten ist nicht erstellt worden, um ein Leben zur Schau zu stellen, sondern sie zeigt auch die Schattenseiten eines jeden abenteuerlichen Lebens auf. Es ist zwar nicht verkaufsfördernd für Bücher, wenn man über eine Terrorphase, bzw. über Bakterien und Viren spricht, die aus eigener Erfahrung einem begegnen können, wenn man die Länder Ägypten und Sudan bereist. Insbesondere, wenn es sich um tödliche Gefahren handelt. Ich möchte über diese Gefahren informieren und darauf hinzuweisen was hinter einem schönen Bildband stecken kann. So sind auch Personen aus dem Verein, die durch die aufgeführten Gefahren gestorben sind. So wurde die Biografie zuerst für die Vereinsmitglieder geschrieben und nach reichlichem Zuspruch, auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Biografie ist in einer verständlichen Sprache geschrieben worden.

Lebensereignis, Kriegs- und Nachkriegszeit

Das Buch zeigt die Evakuierungszeit einer Kriegerwitwe auf, die mit 5 Kindern (mit Autor) einer Flutwelle (Edertalsperre) knapp dem Tod durch Ertrinken entkommt und die Rückkehr zu Fuß nach Aachen (300 km) unternimmt, da 1945 das Schienennetz der Bahn zerstört war. Der Autor wurde in seinem Kinderbett (Leiterwagen) bis nach Aachen transportiert. Deutlich werden die Lebensumstände nach dem Krieg; kein Badezimmer, keine Heizung und einer der kältesten Winter des 20. Jahrhunderts, als der Rhein zugefroren war. Man aß trocken Brot mit Rübenkraut, und nur sonntags gab es eine warme Mahlzeit wie Kartoffelbrei mit Blutwurstscheiben (Puttes). Es tut weh mit anzusehen, dass heutzutage so viel Essen weggeworfen wird. Die Biografie beschreibt auch, wie man sich als Jugendlicher in den Trümmern, Häuser von Aachen war zu 80 % zerstört oder beschädigt, auf der Suche nach Schrott in Lebensgefahr sich befand, als man auf Bomben und Granaten stieß.

Ägyptomanie

Bereits als Jugendlicher packte mich die Ägyptomanie. Das Weihnachtsgeschenk von meinen Kindern (Kunst- und Reiseführer „ÄGYPTEN“) von der berühmten Ägyptologin Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut (†), entfesselte in mir solch eine Begeisterung für die antike ägyptische Kultur, die bis heute anhält. Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut schrieb später über meine Pyramiden Bücher (Band 1 & 2) eine Rezension. Hier ein Ausschnitt aus der Rezension:

„[…] Doch jetzt schon zeigt es sich, welche ungeheuerliche Leistung hinter ihrem Werk steht. Welche Begeisterung, welche Hingabe, welcher Einsatz, wie viel Fantasie, wissenschaftliche Kenntnis, Organisationsbegabung und auch technische Leistung ganz abgesehen von den erforderlichen Reisen nötig waren, um dies ihr Werk zu schaffen. Dabei ist der Kostenaufwand nicht einmal erwähnt. Nicht allein Liebhaber, auch Fachleute werden ihren Nutzen daraus ziehen. Außer ihrem Werk gibt es kein vergleichbares Handbuch, das unter den verschiedensten Gesichtspunkten einen Überblick über den ägyptischen Pyramidenbau bietet. Und mit welch akribischer Sorgfalt sind die Zeichnungen ausgeführt! Wirklich ein Musterexemplar! Wem die Bauten selbst keinen Eindruck gemacht haben sollten, der wird durch Ihre Dokumentation zweifellos sein Versäumnis erkennen. Das Buch ist mit großer Liebe und sehr sorgsam gemacht. Für jeden Ägypten Freund und Hobby-Ägyptologen sowie Architekten stellt es eine großartige Fundgrube dar, die übersichtlich und bequem die Forschungsergebnisse zusammenstellt und höchst willkommen die Pläne und zugehörigen Abbildungen bietet. Deshalb ist das Buch zweifellos auch für Studenten der Ägyptologie nützlich, für schnelle Übersicht und Kurzinformation; insbesondere studentische Anfänger werden dieses Buch als Einführung in Sinn, Anlage, geschichtliche Einbettung sowie Problematik der Bauten dankbar begrüßen. Ich kann das Buch daher nur bestens empfehlen und wünsche ihm den verdienten Erfolg […].“

Wir trauern um Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut, † 18. Januar 2008 in Tübingen

In den 80er Jahren gründete ich mit Gleichgesinnten einen Verein (Hobby-Ägyptologen e. V.). Wir fuhren über 30 Jahre lang, ein- bis zweimal nach Ägypten, Sudan, Israel und Jordanien, zwecks Erforschung der Bauwerke, Steinbrüche und Kupferminen. Durch Vermessungen der Bauwerke, Steinbrüche und Nekropolen sowie der Erstellung der dazugehörigen Bauaufnahmen und Bauzeichnungen (über 300) wurden die baulichen Situationen erfasst und mittels Bücher archiviert. Ferner wurden weltweit fast alle ägyptischen Museen besichtigt.

Die im Laufe der Zeit gemachten Entdeckungen (zwei von 11)

Die Entdeckung von Pyramiden-Fundamenten: Bei der Überprüfung von Fotos, die von der Cheops-Pyramide herab in Richtung Ost-Nekropole gemacht wurden, war die Überraschung groß, als wir in einem erst kurz zuvor von Schutt befreitem Gebiet, eine dabei freigelegt, bisher nicht bekannte Pyramide entdeckten. Bei Überschreitung dieser Stelle sind die weißen Pyramiden-Fundamente nicht als solche erkennbar. Auch ließen sich die bereits freigelegten Blöcke von unten nicht als Pyramide deuten. Erst auf dem Luftbild des Plateaus der Cheops-Pyramide zeichnet sich das quadratische weiße Fundament der Pyramide deutlich ab. Der Grundriss einer Pyramide ist immer quadratisch, während jener einer Mastaba immer rechteckig ist. Deshalb lässt sich mit Gewissheit sagen, dass es sich hierbei um eine Pyramide handelt. Dies bestätigten auch die anschließenden Ausgrabungen, bei denen eine Pyramide mit Grabkammer und Pyramidion freigelegt wurde.

Die Entdeckung einer Königs-Mumie in Kanada: Wir haben nicht nur Zeugnisse der ägyptischen Kultur vor Ort besucht, sondern auch weltweit zahlreiche ägyptische Museen. Auf einer Rundreise 1990 durch den Osten der USA besuchten wir das „Niagara Falls Museum“, in dem auch ägyptische Mumien ausgestellt sind. Darunter befand sich, zu unserer Überraschung eine unbekannte Mumie mit hohlen Fäusten und abstehenden Daumen. In diesen Händen steckten ursprünglich die Herrschersymbole, der Wedel und das Zepter. Diese hohlen Fäuste und dazu die abstehenden Daumen finden sich nur bei ägyptischen Königs-Mumien. Dass es sich um eine Königs-Mumie handelt, wurde von dem Ägyptologen Zahi Hawass später bestätigt und die Mumie nach zähen Verhandlungen 2003 nach Ägypten überführt. Untersuchungen haben inzwischen gezeigt, dass es sich hierbei tatsächlich um die Königs-Mumie Ramses I. handelt.

Selbst erlebte Terror Anschläge in Ägypten (einer von 16)

In einem Zeitraum von über 30 Jahren, in dem wir mindesten einmal im Jahr durch Ägypten – Sudan – Israel oder Jordanien gereist sind, ist uns der Terror oft hautnah begegnet. Es wäre sehr wichtig, dass in einem Reiseführer auch über Gefahren und Unangenehmes berichtet wird, was auf einer Exkursion geschehen kann. Ich möchte hiermit nicht nur eine heile Welt mit schönen Bildern aufzeigen, sondern auch durch selbst erlebte Terror-Anschlägen darauf hinweisen, wie gefährlich der Besuch dieser Länder ist.

Hatschepsut-Tempel: Nach einer Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten in Luxor, auch dem Hatschepsut-Tempel, ging es mit einer Fähre zum Westufer zu einer Trekkingtour durch die Wüste zur 350 km westlich von Luxor entfernten Oase Kharga. Heute gibt es eine Brücke über den Nil, und eine geteerte Straße führt zur Oase Kharga. Es war am 17.11.1997, auf meiner Geburtstagsfeier in der Oase Kharga, als der Reiseführer in den Festsaal stürmte und berichtete, dass Terroristen im Hatschepsut-Tempel über 100 Menschen erschossen haben. 10 Tage zuvor hatten wir den Hatschepsut-Tempel von morgens bis abends fotografisch dokumentiert. Diese Geburtstagsfeier werde ich nie vergessen. Als wir am anderen Tag wieder in Luxor ankamen, war der Hatschepsut-Tempel menschenleer und wir erfuhren, dass 62 Personen erschossen worden waren. Ein Jahr später sind die Terroristen, die alle aus der Stadt Minia stammten, in Kairo hingerichtet worden.

Hatschepsut Tempel, 1 Tag nach dem Anschlag am 18.11.1997 bei dem 62 Personen starben

Selbst erlebte Gefahrenquellen in ÄGYPTEN / SUDAN (eine von 7)

Über eine andere Gefahrenquelle (Bakterien, Viren) für den Erhalt der Gesundheit möchte ich jedem Reisenden, der die beschriebenen Länder bereist, aus eigener Erfahrung hinweisen.

In Deutschland haben wir einen Studenten aus dem Sudan kennengelernt. Er erzählte uns, dass seine Familie Touren durch den Sudan organisiert. Durch sein vertrauenerweckendes Auftreten haben wir eine 14-tägige Tour gebucht und ihm die Tour-Kosten vorab bezahlt. Am letzten Tag der Sudantour wollte der Organisator vor Ort von uns 1000 Dollar für seine Dienste haben. Hier erfuhren wir, dass der Vermittler ein Tunesier war und kein Sudanese. Er hatte dem Organisator mitgeteilt, dass die Tour kosten von uns vor Ort bezahlt würden. Da wir so viel Geld nicht bei uns hatten, konnten wir den geforderten Betrag nicht bezahlen. Die Übernachtung der letzten Nacht erfolgte in einer Baracke, die ringsum offene Fenster besaß. Morgens bemerkten 3 Tour-Mitglieder, dass sie eine 2 cm kreisrunde offene Wunde am Bein hatten. Es kann kein Zufall sein, dass alle drei geschädigten Personen, die am offenen Fenster schliefen. Vom ersten Tag an, hatten sie im Bereich der Lymphdrüsen (Schenkel, Achselhöhle, Hals) sehr starke Schmerzen. Zudem trat aus kleinen Kratern ähnlichen Wunden eine gelartige graue Substanz heraus. Nach 8 Jahren sind die Schmerzen und die Wunden zwar nicht mehr so stark, aber noch vorhanden. Die Tropeninstitute in Hamburg und in Düsseldorf haben bei mehrmaligen Untersuchungen vergeblich versucht, die Substanz herauszufinden, welche die Wunden und die Schmerzen erzeugen.

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Die nach 8 Jahren noch entstehenden kleinen Wunden, die immer in Reihe angeordnet sind, aus der eine Flüssigkeit austritt, schlecht verheilen und nach einem Jahr ist die Stelle noch erkennbar. Die Tropeninstitute in Hamburg und Düsseldorf sind sprachlos.

Kunst-Phase insperiert durch die Ägyptologie (vier von 21)

Modell der Cheops-Pyramide

Das Modell im Maßstab 1: 50 (H x B x T: 4 x 5 x 2,5 m; Gewicht: 700 kg) zeigt in einem Schnitt durch die Cheops-Pyramide in anschaulicher Weise die riesigen Grabkammern und die Verschiedenartigkeit der verwendeten Baumaterialien. Ferner wird die Bestattungszeremonie dargestellt und das Verriegeln der Zugänge zu den Grabkammern durch die Priester.

DREI MODELLE DER CHEOPS-PYRAMIDE

Die drei nachfolgend wiedergegebenen Modelle der Cheops-Pyramide zeigt die Baugeschichte der ägyptischen Pyramiden auf. Die Zeugnisse der antiken Städte geben nur wenig Hinweise auf das Leben und Denken der Menschen, die dort einst gelebt haben. Die zahlreichen noch vorhandenen Bildwerke und Bauwerke, die für das Weiterleben nach dem Tode entstanden sind, zeigen dagegen das Leben und Denken der Menschen sehr anschaulich. Drei Modelle der Cheops-Pyramide im Maßstab 1:500 haben jeweils eine Länge von 10,5 m und eine Breite von 1,25 m und zeigen den Bau einer Pyramide in drei Bauphasen – einmal nach 10-jähriger sowie nach 20- und 30-jähriger Bauzeit. Zu sehen sind das Nekropolengelände mit den Nebenpyramiden und Mastabas sowie die Steinbrüche, die zum Errichten der Pyramiden genutzt wurden. Ferner zeigen die Modelle anhand von 60.000 ca. 7 mm großen Modellfiguren die verschiedenen Arbeiten auf, die im Zusammenhang mit dem Bau stehen; so die erforderliche Logistik für den Transport, das Aufrichten, die Bearbeitung und die Herstellung der Steinquader in den dazugehörigen Steinbrüchen auf dem Nekropolengelände und den Tura-Steinbrüchen auf der gegenüberliegenden Nilseite sowie die notwendige Versorgung der Bauhandwerker mit Lebensmitteln, Werkzeugen und Baumaterialien. Die Transportkolonnen sind nicht detailgetreu dargestellt. Statt den angezeigten sechs Arbeitern wurde der Transportschlitten tatsächlich von 50-60 Arbeitern gezogen. Modell A: Die Cheops-Pyramide nach 10-jähriger Bauzeit Die im Umfeld der Pyramide liegenden Steinbrüche mit ihrem Geländeniveau zeigen im Vergleich mit den nachfolgenden Modellen, welch enorme Leistungen erbracht worden sind. So wurde für die Errichtung des Kernmauerwerks der Pyramide das Gisa-Plateau an manchen Stellen um ca. 6 m abgebaut. Der Transportweg der Tura-Kalksteinblöcke erfolgte mit Schiffen von der anderen Nil Seite her. Ebenso wurden die Rosengranitblöcke mit Schiffen von den Steinbrüchen transportiert.

Ägyptischer Glaube, übernommene Basiselemente heutiger Religionen (eine von 26)

Die Entstehung des Kreuzzeichens als christliches Symbol in Ägypten

Das Symbol der Glaubensgemeinschaft der Kopten/Christen im 3. Jahrhundert war das PX (Christogramm). Gut erkennbar ist dies auf den ersten Grabtüchern, die in den Gräbern der Kopten in Alexandria gefunden wurden. Zur gleichen Zeit entwickelte sich in Ober-Ägypten aus dem Anch (das Lebenszeichen aus der pharaonischen Zeit) das Kreuzzeichen (Anch-Kreuz). Das Anch-Symbol ist in der alten ägyptischen Hieroglyphenschrift das Zeichen für das ewige Leben. Die Römer nannten es Henkel-Kreuz, so wie es auch noch heute genannt wird. Das Henkel-Kreuz ist in der ägyptischen Mythologie ein Attribut der Götter; diese hielten es dem Pharao an den Mund und gaben ihm somit das ewige Leben ein. Diese Darstellung durfte in keinem Tempel oder Königsgrab der Pharaonen fehlen. Die christlichen Nachkommen der Pharaonen, die Kopten, übernahmen das Henkel-Kreuz als Symbol für das ewige Leben. Das Henkel-Kreuz hat verbreiternde Enden und oben einen Handgriff. Zuerst wurde das Henkel-Kreuz in Form des ägyptischen Anch-Symbols (schräge Seiten, oben mit Ring) in vielerlei Darstellungen der koptischen Gräber dargestellt. 250 km westlich von Luxor erstreckt sich in der Wüste die Oase Kharga. 1 km entfernt vom Stadtkern El Kharga liegt die einmalige christliche Nekropole, El Bagawat. Auf einem Höhenzug befinden sich 263, aus Lehm errichtete, Grabkapellen. Mitten im Gräberfeld steht eine imposante Kirche. Errichtet wurde diese Nekropole von verfolgten Christen im 2. bis 5. Jh. n. Chr., die aus Alexandria geflohen waren. Die mit Kuppeln bedeckten Gräber beherbergen gut erhaltene Malereien wie Adam und Eva, Flucht nach Ägypten, die Arche Noah und Jonas, der vom Walfisch ausgespuckt wird. Ferner den Auszug aus Ägypten, Abraham, der Isaak opfert und Daniel in der Löwengrube. In einer der Kapellen ist an den Wandseiten das Anch- Kreuzzeichen (schräge Seiten oben ein Ring) zu sehen. Von dem angebrachten Anch- Kreuzzeichen wurde die Hälfte des Henkels entfernt, indem der Lehmputz abgekratzt wurde. Darüber malte man später zwei neue Kreuze mit vier geraden Schenkeln. Hier ist gut zu erkennen, dass das Kreuzzeichen von den Pharaonen übernommen wurde (mit Henkel)  und dann um 300 n. Chr. zum Kreuz mit vier schrägen Schenkeln wurde. Für ihre christlichen Kultbauten übernahmen die Kopten, die bereits erstellten Tempel der alten Ägypter. In Dendara und Assuan wurden die Tempel zur Kirche umgebaut. Als Christen-Symbol wurde das Anch-Symbol (ohne Henkel) am Eingang des Gotteshauses eingeschlagen. Das Kreuz hat verbreiternde Enden wie beim Anch-Symbol der alten Ägypter, aber mit gleichlangen Schenkeln.

BERECHNUNG DER ALTERSRENTE

Da dieses Buch für die Vereinsjugend gedacht ist, besteht ein Punkt der Fürsorge, der mir sehr am Herzen liegt und der mit der Ägyptologie nichts zu tun hat. Die Idee für das Mitteilungsbedürfnis kam mir in Ägypten, als ich bei Ausgrabungsarbeiten einen Gehilfen traf (19 Jahre), der nicht bei der Ausgrabungsleitung offiziell angemeldet war. Er hatte zwar freie Kost und Logis, vollzog aber die Arbeiten ehrenamtlich und ohne Gehalt. Das heißt, er bezahlt nichts in die Deutsche Rentenkasse ein und die Monate werden nicht angerechnet. Des Weiteren machte ich Bekanntschaft mit einem 20-jährigen Deutschen, der in Israel seit zwei Jahren in einem Kibbuz ohne Entgelt arbeitete.

Die Rentenformel

Die Rentenberechnung ist kompliziert, weil sie jeden persönlichen Lebenslauf berücksichtigt. Die individuelle Leistung des Einzelnen in einem solidarischen System steht dabei im Mittelpunkt. Die Rente ist eine beitragsbezogene Leistung. Wer länger als andere Beiträge eingezahlt hat, oder höhere Beiträge einzahlt, der wird später auch eine höhere Rente erhalten. Die Rente ist grundsätzlich dynamisch. Die Rentner nehmen damit an der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland teil. Eigene Anstrengungen und eine generationenübergreifende Solidargemeinschaft aller Versicherten, Arbeitgeber und Rentner bieten Schutz, Sicherheit und eine solide Grundlage im Alter.

Berechnung der monatlichen Rentenhöhe Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert × Rentenartfaktor

Entgeltpunkte

Diese sind entscheidend für die individuelle Rentenhöhe und die anderen Faktoren können für die grobe Berechnung vernachlässigt werden. Die Entgeltpunkte errechnen sich aus dem versicherten Brutto-Arbeitsentgelt was man im Jahr verdient.

Im Jahr 2018 bekommt man bei einem Brutto-Jahresgehalt von 37.873 EUR einen Punkt. Für einen Punkt bekommt man im Jahr 2018 eine monatliche Rente von 32,03 EUR

Liegt das Jahresgehalt 10 % höher, so erhält man prozentual einen höheren Entgeltpunktwert, also (1,1 Punkte). Liegt allerdings das Jahresgehalt 10 % darunter, so erhält man dementsprechend prozentual 10 % weniger (0,9 Punkte). Die genauen Berechnungstabellen, bezogen auf das Brutto Jahresgehalt, ist nachfolgend aufgeführt.

Arbeitnehmer und pflichtversicherte Selbständige, Beitragssatz: 18,6 %, vorläufiges Durchschnittsentgelt: 37 873 EUR, aktueller Rentenwert seit 1. Juli 2018: 32,03 EUR
Jahresentgelt (brutto) im Jahr 2018 (in EUR)Jahresbeitrag zur Renten-Versicher.  (in EUR)davon Arbeit-nehmeranteil    (in EUR)Erworbene Entgeltpunkte pro MonatErworbene Rente entsprechend Rentenwert  vom 1. Juli 2018      (in EUR)
5 4001 004,40502,200,14264,57
7 2001 339,20669,600,19016,09
9 6001 785,60892,800,25358,12
12 0002 232,001 116,000,316810,15
14 4002 678,401 339,200,380212,18
16 8003 124,801 562,400,443614,21
19 2003 571,201 785,600,507016,24
21 6004 017,602 008,800,570318,27
24 0004 464,002 232,000,633720,30
27 6005 133,602 566,800,728823,34
31 2005 803,202 901,600,823826,39
34 8006 472,803 236,400,918929,43
38 4007 142,403 571,201,013932,48
42 0007 812,003 906,001,109035,52
45 6008 481,604 240,801,204038,56
50 4009 374,404 687,201,330842,63
55 20010 267,205 133,601,457546,68
60 00011 160,005 580,001,584250,74
64 80012 052,806 062,401,711054,80
69 60012 945,606 472,801,837758,86
74 40013 838,406 919,201,964562,92
78 00014 508,007 254,002,059565,97

Beispiel: Beschäftigter der einen Mindestlohn von EUR 11,00/Std erhält

EUR 11,00/Std. x 8 Std./Tag x 250 Tage/Jahr = Einkommen EUR 22.000/Jahr

Nach der beigefügten Tabelle erhält er ca. 0,58 Punkte pro Jahr und das entspricht einer Rente von ca. 19,00 pro Monat. Wenn man annimmt, dass diese Person ohne Krankheit (bei Krankheit werden keine Rentenbeiträge eingezahlt) 40 Jahre arbeitet, erhält diese Person eine monatliche Rente von EUR 760,00. Hier müssen aber noch ca. 20 % Abgaben abgerechnet werden. Somit erhält er eine Rente von EUR 608,00 pro Monat.

Wenn jemand einen Halbtagsjob (sogenannter EUR 450 Job, EUR 5400/Jahr) annimmt, bekommt er nach 40 Jahren Arbeit, Brutto EUR 182,80 und somit Netto ca. EUR 146,24 Rente im Monat. Bei der Mütterrente werden pauschal die Entgeltpunkte um einen zusätzlichen Punkt pro Kind erhöht. Somit erhält eine Mutter 64,06 Rente pro Monat für die Erziehung von zwei Kindern die sie über 20-30 Jahre versorgt und betreut hat.