Unsere experimentellen Versuche & Vermessungen

Inhaltsverzeichnis

6. Bericht (30.3.2019) Djoser-Pyramide: Süd-Gang zum Grabschacht (Sakkara-Nord)

5. Bericht (16.3.2019) Vermessung der Cheops-Pyramide mit Maßangaben (Gisa)

4. Bericht (15.3.2019) Sprengversuch Steinquaders mit Holzkeilen

3. Bericht (1.3.2019) Blaue Farbe aus den ägyptischen Königsgräbern im Tal der Könige und im Tal der Königinnen (Luxor)

2. Bericht (18.2.2019) Seltsame Steinansammlung auf dem Gisa-Plateau

1. Bericht (15.2.2019) Vermessung der Königinnen-Pyramide an der Cheops-Pyramide (Gisa)

6. Bericht (30.3.2019) Djoser-Pyramide: Süd-Gang zum Grabschacht

1993 wurde der Eingang zu einem der merkwürdigsten und geheimnisvollsten Gänge unterhalb der Djoser-Pyramide freigelegt. Mit der Genehmigung der Behörde durften wir 1998 den Gang vermessen und eine Bauaufnahme vornehmen. Der Gang verbindet den Südhof mit dem Djoser-Grabschacht in einer Tiefe von 4,8 m und ist durchschnittlich 2,9 m breit und 1,85 m hoch. Der in den Fels geschlagene Gang mündet mit einigen Richtungsänderungen an der Südwestecke in den Djoser- Grabschacht. Die ungenaue Bearbeitung des Ganges und die langen Meißel-spuren lassen die Vermutung zu, dass der Gang nicht im Alten Reich, sondern erst im Mittleren Reich oder gar erst im Neuen Reich geschaffen wurde. Dass der Gang von Grabräubern angelegt wurde, kann wohl ausgeschlossen werden, da er für diesen Zweck viel zu groß und aufwendig angelegt ist; auch die eckige Form des Ganges spricht gegen diese Vermuten, sind doch von Grabräubern angelegte Gänge üblicherweise rund und klein. Ferner ist anzunehmen, dass bei der Erstellung des Südzuganges die außermittige Anordnung des Grabschachtes nicht bekannt war. So wurde der Eingang des Südzugangs auf der Mitte der Pyramidenachse angelegt, genauso wie auch der zweite Eingang auf der Nordseite. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, erfolgte im hinteren Teil des Ganges eine größere Richtungskorrektur, so dass dieser noch an der äußeren Ecke in den Grabschacht mündete. Bis heute bleibt die Frage offen, welchen Sinn und Zweck dieser Gang hatte. Ist er ein Kult-gang, oder sollte hier eine weitere Bestattung erfolgen? Weiterhin ergeben sich Fragen im Zusammenhang mit den im Gang angeordneten Säulen und Pfeilern. Drei Pfeilern und 20 Säulen, welche mit Steinwerkzeugen grob bearbeitet wurden, sind ungefähr in der Gangmitte und mit unterschiedlichen Abständen aufgestellt. Bis auf einige Ausnahmen besitzen sie einen quadratischen Abakus und ein Fundament gleicher Form. Bei den meisten Stützen besteht der Schaft aus mehreren Teilen. Der Spalt zwischen Decke und Abakus ist mit Kalkmörtel ausgefüllt, wobei eingeschlagene Holzkeile für die nötige Stabilität sorgen. Eine Erklärung wäre, dass die Stützen errichtet wurden, nachdem man in der Felsen-decke die noch heute sichtbaren Risse bemerkte, welche durch das Gewicht der oberhalb liegenden Steinmassen der Pyramide verursacht wurden. Im hinteren Gang-bereich in der Nähe des Grabschachtes stehen zwei Säulen, an denen man zwei geformte Becken im oberen Bereich der Säulen anbrachte. Die mit Fett und Öl gefüllten Becken enthielten einen Docht, der als Lichtquelle diente. Nach unserem Wissen ist die Anbringung einer Lichtquelle mittels eines öl gefüllten Becken an einem Säulenschaft (aus einem Stück) einmalig in der ägyptischen Baugeschichte. Eine weitere Entdeckung machten wir im Gang an einer der vorderen Säulen im Eingangsbereich. Hier enthält ein gerippter Säulenschaft eine Kartusche, deren Pharaonen-Name leider nicht mehr lesbar ist.

Links: Eingang des Südganges unter der Pyramide Rechts: Blick in den Südgang Richtung Ausgang (Süden)

Links: Grabschacht mit den Abdeckblöcken, oberhalb des Mastabas. Die mit Balken errichtete Schachtabdeckung ist zum Teil noch erhalten. Rechts: Aus einem Stück behauene Säule mit Becken für die Lichtquelle.

Links: Gerippte Säule mit Kartusche Rechts: Grabschacht, schön zu sehen, der von Norden schräg einmündender riesengroße Erdschacht der dann ausgemauert wurde (oben eingestürzte Ausmauerung). Unten sieht man den kleinen Gang der zur Grabkammer führte die zerstört und abgetragen ist und nur der Sarkophag steht noch auf dem Schacht-Boden (siehe Zeichnung).

Schnitte und Ansichten Djoser-Pyramide

Schnitte und Ansichten Djoser-Pyramide

Schnitte Djoser-Pyramide

5. Bericht (16.3.2019) Maßangaben von der Cheops-Pyramide

Die Steinschichten der Cheops-Pyramide

Einzelne Schichten der Cheops-Pyramide wurden von uns an den Blöcken der Südostecke gemessen. Die Blöcke werden nach oben hin kleiner (Tabelle siehe unten). Es ist verständlich, dass die Schicht-höhen zur Pyramiden-spitze abnehmen, da der Weg des Hochziehend immer länger und schwieriger wurde. Seltsamerweise wird dieses Prinzip bei 22 Höhenschichten jedoch nicht durchgehalten, da die Schichten an diesen Stellen einen enormen Höhen-zuwachs aufweisen, um dann mit fortschreitender Lage wieder abzunehmen. Die Blöcke des Grundmauerwerks wurden zum größten Teil aus dem Muschel-kalkgestein um die Pyramide gewonnen. Mit Dolerit-hämmern schlug man von oben Rinnen in das Gestein, bis man auf eine horizontale geschichtete Mergel-schicht stieß. Diese Schichten bzw. Risse können heute noch in den Tura-Steinbrüchen besichtigt werden. Am deutlichsten sind die Mergel-schichten an dem Sphinx von Gisa zu beobachten. Die Höhenlage dieser losen Schicht ergab die Gesteins-höhe und somit die Schicht-höhe. Diese Erklärung ist zwar für einige Schichten nicht zutreffend, jedoch ein Beleg dafür, dass es noch andere auswärtige Steinbrüche gegeben haben muss.

Maße von der Cheops-Pyramide

4. Bericht (15.3.2019) SPRENGVERSUCH EINES STEINQUADERS MIT HOLZKEILEN

In unserem ersten Band „Ägyptische Pyramiden“ wird die These aufgestellt, dass Gesteinsblöcke mit angefeuchteten Holzkeilen aus dem Fels gesprengt wurden. Diese in der Literatur häufig vertretene These muss stark angezweifelt werden und wurde anhand eines Versuches überprüft. Aus einem Steinbruch der Nordeifel nahe Aachen entstammt der für diesen Versuch ausgesuchte, 450 kg schwere Kalksteinblock. Die Ritzprobe mit einem Tropfen verdünnter Salzsäure, die beim Auftragen auf den Gesteinsblock mit der Bildung heftigsprudelnder Bläschen reagierte, bestätigte uns, dass es sich um einen Gesteinsblock aus Kalk (Calcit) handelt. Mittels Bohrgerät und Stahlmeißel wurden innerhalb von zwölf Stunden vier Keillöcher in den Versuchsblock eingearbeitet. Die entsprechend der Lochform gefertigten Holzkeile wurden mit einem schweren Vorschlaghammer in die Keillöcher getrieben und mit einer Wasser-Berieselungsanlage hundert Stunden befeuchtet. Drei Sprengversuche mit Holzkeilen verschiedener Art (Zedern, Eichen und Buchenholz) wurden durchgeführt. Zur Anwendung kamen nur trockene Holzkeile, denen zur Optimierung im Ofen bei 100 °C die Restfeuchte entzogen worden war.
Ergebnis:
Trotz eines geringeren Abstandes sowie einer tieferen Einkerbung der Keillöcher gegenüber den üblichen Maßen in den ägyptischen Steinbrüchen kam es nicht zu einer Spaltung des Blockes. Durch diesen Versuch kamen wir zusätzlich zur Erkenntnis, dass die Pyramidenerbauer mit ihren Steinbeilen, auch unter Berücksichtigung des enormen Zeitaufwandes, niemals die exakten Keillöcher hätten herstellen können. Mit einem nachgegossenen Bronzemeißel wurde ein Bearbeitungsversuch durchgeführt, der nach 30 Minuten abgebrochen wurde, da der Meißel, ohne eine gravierende Bearbeitungsspur am Stein zu hinterlassen, abstumpfte. Wie die Versuchsbeschreibung zeigt, muss die Auffassung, nach der die Pyramidenerbauer die Keiltechnik zum Sprengen
der Blöcke gekannt hätten, widerlegt gelten. Bei unseren Nachforschungen haben wir bei keinem einzigen Pyramidenblock Arbeitsspuren von halbfertigen Keillöchern entdecken können, die an den unbearbeiteten Blöcken jedoch vorhanden sein müssten. Die Spuren von Keillöchern an den losen Blöcken, die um die Gisa-Pyramiden herum liegen, haben mittelalterliche Steinräuber hinterlassen bzw. stammen aus jüngster Zeit, als die Pyramiden als Steinbruch für die Errichtung von Bauten in Kairo benutzt wurden.

Die Keil-löcher zum Absprengen der Gesteinsblöcke sind zum ersten Mal aus der spät-ptolemäischen Zeit in den Steinbrüchen Ägyptens entstanden (ca. 200-100 v. Chr.) und wahrscheinlich aus Griechenland eingeführt worden. Die bekannten und heute noch sichtbaren Keil-Lochreihen, vor allem in den Granitsteinbrüchen von Assuan, aber auch im Sandstein von Silsileh, sind in der römischen Epoche entstanden. Gerade diese Keil-löcher, in die aber keine Holzkeile, sondern Eisenkeile eingeführt worden sind, haben zu der falschen Schlussfolgerung geführt, dass mittels feuchten Holzkeilen der Gesteinsblock aus dem Felsen herausgesprengt wurde. Die Steinblöcke wurden mit Eisenkeilen und nicht mit Holzkeilen aus dem Felsen gesprengt. Die Absprengung der Gesteinsblöcke wurde mit Hilfe von Keil-löchern auf zweierlei Weise ausgeführt. Zum einen gab es die Keiltechnik, bei der nur die Löcher nebeneinander angelegt wurden. Zum anderen hat man die Schlitzkeiltechnik angewandt, wobei ein Schlitz über der gesamten geplanten Sprenglinie ausgekerbt wurde und in den Boden dieser Einkerbung wurden die Keil-löcher angebracht. Die Eisenkeile wurden mit schweren Vorschlaghammern in die Keil-löcher hinein getrieben, um den Steinblock an dieser Stelle zu sprengen. Die Pyramiden-Erbauer konnten diese Technik nicht erfunden haben, weil sie keinen schweren Vorschlaghammer aus Eisen kannten. Sie kannten nur den Holzschlegel, der aus einem Stück einschließlich Griff geschnitzt wurde. Einen Holzhammer, in den ein Stiel eingelassen wurde, haben sie nicht gekannt. Zu diesem Thema sei auf die ausführliche Publikationen „Die Steine der Pharaonen“ und „Steinbrüche im Alten Ägypten“ von Rosemarie Klemm und Dietrich D. Klemm verwiesen. (s. Literaturhinweis).

3. Bericht (1.3.2019) BLAUE FARBE AUS DEN ÄGYPTISCHEN KÖNIGSGRÄBERN

Die Vermutung, dass die blaue Farbe in den ägyptischen Königsgräbern in Luxor mit Lapislazuli (an derTutanchamun-Maske) aus Afghanistan gefertigt worden ist, wurde von uns stets angezweifelt. Bei den daraufhin von uns durchgeführten Versuchen haben wir mit Öl vermischtes Lapislazuli-Pulver auf Kalkstein aufgebracht. Das Ergebnis war eine helle und schlecht streichbare Farbe in einem Farbton, der in den Gräbern nicht vorkommt. Außerdem war Lapislazuli teurer als Gold und man hätte mehrere Tonnen davon benötigt; sind doch in vielen Gräbern die kompletten Wände mit dunkelblauer Farbe grundiert (z. B. Haremhab). Seit mittlerweile 35 Jahren suchen wir in Ägypten nach den in den Gräbern verwendeten Naturfarben. Bis auf die erwähnte blaue Farbe konnten wir alle in der Natur, in Ägypten, finden. Vor einiger Zeit habe wir im Gebirge westlich von Luxor (Gebirge am El-Korn) einen 20 cm großen Stein mit einem Drusen-ähnlichen Hohlraum gefunden. Dieser war ringsherum innen mit einer 2 cm starken blauen Schicht bedeckt. Versuche ergaben, dass die Farbe mit der in den Gräbern verwendeten Farbe übereinstimmt und sich gut streichen lässt.

2. Bericht (18.2.2019) SELTSAME STEINANSAMMLUNG AUF DEM GISA-PLATEAU

Bei den Ausgrabungsarbeiten an der Mykerinos-Pyramide unter Leitung von Dr. Zahi Hawass wurden zwischen der Mykerinos-Pyramide und den Königinnen-Pyramiden fein säuberlich in das Gelände eingesetzte Felsblöcke freigelegt. Die erste Vermutung war, dass es sich dabei um die Abdeckung einer Bootsgrube handeln könnte. Unseres Erachtens jedoch wurde das schräge Gelände für die Königinnen Pyramiden um einen Meter abgesenkt, um so eine waagerechte Grundfläche zu schaffen. An der Felskante sollte die Umfassungsmauer der Mykerinos-Pyramide errichtet werden. An diesem Standort war das natürliche Gelände jedoch noch zu schräg, so dass das Gelände mittels einsetzen von Felsblöcken begradigte wurde. Eine treppenartige Abdeckung hätten die Baumeister niemals zugelassen.
Bei dieser Gelegenheit konnten wir auch das gerade freigelegte Gelände einer gründlichen Untersuchung unterziehen. Der Felsenvorsprung war mit einem Besen gesäubert worden. Uns fiel sofort auf, dass sich in den Mulden und Spalten eine dunkelbraune Masse farblich von dem Felsgestein abhob. Nach näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass es sich dabei um Nil-schlamm handelt. Am unteren Teil der Mykerinos-Pyramide befand sich noch von der Pyramiden-Verkleidung der Schutt, den die Stein-räuber hinterlassen haben. Beim Graben bemerkten wir unter dem Pyramidenschutt eine 12 cm hohe Nil-schlamm-Schicht. Im Abraum fanden wir zudem große Brocken aus Nil-schlamm. Dies war für uns der Beweis, dass wir hier die Reste einer Transportstraße für die Pyramidenblöcke in Händen hielten, die nun unwiederbringlich zerstört ist.

1. Bericht (15.2.2019) Königinnen-Pyramide an der Cheops-Pyramide

Als die Grabkammern und das Umfeld der Königinnen-Pyramiden, unter Leitung von Dr. Zahi Hawass, vom Schutt befreit wurden, bekamen wir die Erlaubnis eine Vermessung vom Areal und den Grabkammern durch zu führen. Unten folgt das Ergebnis:

Links GIa Hetepheres I.?, Mitte GIb Meritetis. Rechts GIc Henutsen

Königin Hetepheres I.-Pyramide? (Ia)

Die Pyramide wird der Königin Hetepheres I., Mutter von Cheops, zugeschrieben. Warum vorher eine Schachtgrab (siehe G7000x) errichtet wurde, ist nicht bekannt. Hier befand sich zwar ein versiegelter, jedoch leerer Sarkophag. Ob eine Bestattung in dieser Pyramide erfolgte, ist bis heute nicht bekannt. Mit Gewissheit kann man sagen, dass hier eine hohe Persönlichkeit bestattet werden sollte. Dies bezeugt die südlich an der Pyramide gelegene Bootsgrube, die hier zum ersten Mal für eine Königin angelegt wurde. Dabei ist das Wort Bootsgrube im Grunde nicht die richtige Bezeichnung, da hier doch, so die Vorstellung der Ägypter, eigentlich ein echtes Boot bestattet bzw. angefertigt wurde, damit dieses auch im Jenseits benutzt werden konnte. Anders beim Cheops-Boot; hier wurde in einer rechteckigen Bootsgrube ein Boot bestattet. Bei dem Königinnen-Boot wurde nicht nur die Bootsform aus dem Felsen geschlagen, sondern auch die Rudergänge, auf dem die Ruderer standen und die Ruder bewegten. Ferner wurde in der Steinplatte am Heck ein kreisrundes Loch für den Drehkranz des Steuerruders geschlagen. Wie in jeder Pyramide des Alten Reiches erfolgte der Pyramideneingang an der Nordseite und führte bis zur Gangkammer und dann rechts Richtung Westen in die Grabkammer. Die Grabkammer ist aus dem Felsen geschlagen und mit Steinmaterial vermauert worden. Die Decke wurde mit Steinbalken abgedeckt, jedoch fehlen die Steine größtenteils, wahrscheinlich wurden diese entwendet, um sie anderweitig zu nutzen. Gut zu sehen sind die senkrechten und waagerechten Striche, die mit roter Farbe auf die an den Wänden gezeichnet wurden, und die als Orientierung beim Setzen der Mauer dienten.

Hetepheres I.-Pyramide ? (Ia): Das Boot an der Südseite. Irrtümlich wird hierzu Bootsgrube gesagt. Die Grube, ist das Jenseits-Boot der Königin, mit Ruder-Gänge der Mannschaft und hinten das Loch für das Steuerruder (siehe schwarzer Pfeil)

Königin Meritetis-Pyramide (Ib)

Sie war wahrscheinlich die Ehefrau vom Pharao Cheops und hatte mit ihm zwei Kinder, Hethepheres II. sowie Chephren, den späteren König. Durch die Baufehler, die bei der Erbauung der ersten Pyramide gemacht wurden (Ia), wurde eine größere Grabkammer aus dem Felsen geschlagen. Die Vermauerung war einfacher, aber das Wichtigste war, dass für die Deckenbalken mehr Platz zur Verfügung stand. Die inneren Maße blieben nahezu gleich. Die Grabkammer ist in späterer Zeit usurpiert worden. Es wurden drei Sarkophage in den Felsboden geschlagen, in denen sich jedoch keine Mumien befanden. An der Ostseite wurde ein Opfertempel mit zwei Scheintüren angebaut.

Königin Henutsen-Pyramide (Ic)

Sie war wahrscheinlich eine Ehefrau des Pharao Cheops und Mutter von Chephren und Chaefchufu. Wie bei der Vorgängerpyramide wurde die Felskammer größer aus dem Felsen gemeißelt. Da man für die Montage der Deckenbalken nur im oberen Bereich mehr Platz benötigte, ließ man unten am Boden einen Felsvorsprung stehen.
Später wurde die Grabkammer usurpiert und vier Sarkophage in den Fußboden gemeißelt. Die Gangkammer wurde ebenfalls usurpiert, wie die drei Bodenvertiefungen aufzeigen. An der Ostseite wurde ein Opfertempel angebaut, der mehrmals erweitert wurde.